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C2 – Wieder deutlich – aber ganz anders!

Sonntag, 31.3.2019: Berliner AK C2 – BSV Eintracht Mahlsdorf C2 ….. 7:1 (5:0)

Man könnte meinen, die Eintracht C2 sei komplett auf dem absteigenden Ast nach 1:15 Toren aus den letzten beiden Spielen. Aber so ist es nicht! Im Unterschied zur Niederlage in Biesdorf, wo Trainerteam und Spieler jeglichen Kampfgeist vermissen ließen, war der Auftritt beim BAK ein klarer Fortschritt. Dabei startete der Tag alles andere als positiv: Direkt nach dem Aufstehen die Nachricht: Juli fällt aus! Dann waren zum Treffpunkt – Sommerzeit und Schienenersatzverkehr sei Dank? – gerade einmal zehn Feldspieler plus (zu dem Zeitpunkt noch) zwei Keeper da. Lucas tauchte kurz nach dem Treffpunkt auf, Marios immerhin 15 Minuten vor Anpfiff und Imad quasi mit Spielbeginn. Zunächst einmal kein Zeichen besonders positiver disziplinarischer Einstellung – und daran müssen wir auch noch arbeiten!

Das Aufwärmen der Feldspieler war maximal so “La-la”, und dann teilte Flo auch noch mit, dass der Finger ihm zu sehr zu schaffen machte, als dass er ins Tor gehen könnte. Selbstvertrauen Julius? Erstmal nicht vorhanden, auch kein gutes Zeichen. Aber immerhin zeigte die Ansage der Trainer Wirkung, es wurde endlich einmal ein Kreis gemacht – was auch immer da die Jungs unter sich besprachen, ist ihre Sache. Der Spielbeginn war ordentlich. Wir suchten die Zweikämpfe und gewannen trotz körperlicher Unterlegenheit einige davon. Was leider nicht so richtig funktionierte, war das Erkennen, wann der BAK einen langen Ball spielen konnte. Wir standen immer wieder Mann-gegen-Mann hinten – und zwar auch in Situationen, wo der lange Ball erkennbar nicht verhindert werden konnte. Außerdem zeigten sich die bekannten Probleme im Gegenpressing. Einmal wurde der Ball erobert, aber dann wieder verloren – und dann war Ende Gelände, stattdessen Lamentieren!

So blieben Chancen für die Eintracht in den ersten 25 Minuten absolute Mangelware, während der BAK sich ab der zehnten Spielminute immer wieder gefährliche Möglichkeiten herausspielen konnte. Ein Doppelschlag schien den K.O. für die Eintracht einzuleiten. Über die rechte Angriffsseite spielten sich die Gastgeber durch, Julius zögerte eine Sekunde und wurde überlupft. Ob der Spieler in der Mitte, der den Ball noch über die Linie drückte, vielleicht im Abseits stand – wer weiß, ich hätte das auch nicht zurückgepfiffen…

Nur 90 Sekunden später zappelte der Ball wieder im Netz: Ballverlust im Aufbauspiel, schnell geschaltet und halblinks den starken Neuner in den Lauf geschickt (der Spielbericht sagt, es war die Nr. 7, ja nu…), der anders als unsere Angreifer überhaupt nicht auf den Keeper zudribbelte, sondern ruck-zuck frühzeitig mit dem Außenrist ins lange Eck schiebt. Innenpfosten, Tor! Damit schien das Spiel gelaufen. Und so ging es auch weiter. Beim 3:0 schaffte es Peter eigentlich sensationell den schnellen 17er auf dem Weg zum Tor noch einzuholen. Aber dann wollte er, statt den Ball einfach mit der Spitze zur Ecke zu schießen, den Ball sichern – Julius war rausgelaufen, beide irritierten sich, und der BAK-Spieler sagte ganz nett danke! Nochmal zwei Minuten später stand es 0:4, wieder Ballverlust halblinks, zwei kurze Pässe und den 9er geschickt, der abermals sehr souverän mit der Spitze ins lange Eck einschob, bevor Abwehrspieler oder Torwart überhaupt hätten näher kommen können. Nach zwanzig Minute mit vier Toren hinten, noch keine eigene Torchance. Das sah ganz übel aus! Aber unsere Jungs bemühten sich, kämpften und steckten nicht auf. Absolutes Kompliment! Vielleicht ließ BAK auch leicht nach, aber jetzt begannen wir endlich auch selbst was auf’s Brett kriegen. Die Eintracht war plötzlich da. Bälle wurden durch Doppeln gewonnen, die ersten Annäherungsversuche von Friedi (weit drüber, 27.) und Jimmy (32.) waren noch zaghaft. Das 0:5 nach einem erstklassigen Konter der Gastgeber in der letzten Minute der ersten Halbzeit war ein zusätzlicher Rückschlag, aber kein Schock. Wir sagten uns (in zugegebenermaßen einem leicht anderen, etwas ordinäreren Tonfall): … egal, wie es steht! Wir haben jetzt eine Viertelstunde gezeigt, was wir können, und das machen wir weiter!

Die ersten fünf Minuten nach der Pause spielte nur Mahlsdorf. Der eingewechselte Marios setzte sich rechts gegen seinen Gegenspieler durch und rang in den Strafraum ein, aber sein Schuss striff knapp am kurzen Pfosten vorbei. Zwei Minuten später spielte Friedi einen Ball auf den rechten Flügel, wo der Linksverteidiger der Gastgeber die Chance zum Klären verpasste. Marios eroberte den Ball, und diesmal saß der Schuss im kurzen Eck. Ärgerlicherweise markierte der BAK wenig später nach einer Ecke das 6:1. Kurz davor war Peter an der Mittellinie ungestraft übelst umgesäbelt worden. Während er zur Seitenlinie humpelte, und ohne dass der Ball nach der gleichzeitigen Auswechselung des BAK wieder freigegeben worden war, flog die Ecke herein und der Ball landete im Netz. Die Aufregung der Eintracht, dass dieses Tor gegeben wurde, war nachvollziehbar – aber was will man machen! In der Folgezeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Unter anderem scheiterte Lucas zweimal von halblinks an dem sehr gut reagierenden Keeper der Gastgeber (51./61.) und Marios’ Rückpass ins Zentrum nach einem erneuten starken Flankenlauf wurde in letzter Sekunde abgefangen, und den Nachschuss setzte Friedi in die Wolken (56.). Zugegeben hatte auch der BAK Chancen, weitere Tore zu erzielen. Das siebte ermöglichte allerdings die in der zweiten Halbzeit extrem einseitig pfeifende Schiedsrichterin. Friedi wurde erst per Ringergriff zu Boden gebracht, und dann trat sein Gegenspieler auch noch nach. Wie man da auf direkten Freistoß für den BAK und gelb für unseren Kapitän entscheiden kann, bleibt ein absolutes Rätsel. Der direkte Freistoß senkte sich, von Otti abgefälscht, natürlich auch noch in den Winkel. Wenn schon Pech, dann richtig!

Aber umso mehr: Klasse Einstellung heute, Jungs, starke Leistung, und vor allem super sportlich, trotz aller Widrigkeiten. Das Ergebnis ist “unschön”, man kann gerne auch ein anderes Wort mit den mittleren Buchstaben gleich zu Beginn wählen, aber die Leistung war aller Ehren wert. Ein Riesenunterschied zur blutlosen Vorstellung in der letzten Woche!

Danke dafür, wir sind (wieder) auf dem richtigen Weg und werden das gegen Altglienicke kommendes Wochenende beweisen! Wo alle (über)pünktlich zum Treffpunkt vor Ort sein werden, oder?

Aufstellung: Julius – Otti (54.Flo), Tom, Leo, Peter (42.Imad) – Kilian, Danilo, Friedi, Jimmy (36.Marios) – Tarik (25.Lucas), Jannes (36.Jimmy/54.Tarik); Tore: 0:1 (12.), 0:2 (14.), 0:3 (19.), 0:4 (21.), 0:5 (34.), 1:5 (38.) Marios, 1:6 (41.), 1:7 (52.); Gelbe Karte: Friedi

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