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Ü40 – Noch ärgerlichere Niederlage oben drauf…

21.8.2019:  SV Bau Union Ü40 – Eintracht Mahlsdorf Ü40 ….. 2:1 (1:0)

Ü40 unterliegt beim SV Bau-Union trotz guter Torchancen mit 1:2

In den ersten sieben Minuten musste man um die Gäste Angst und Bange haben. Offensiv draufgehen war angesagt – Fehlanzeige. Die Gastgeber spielten uns an die Wand. Beweglicher, aggressiver, einfach besser. Das 1:0 war allerdings kein herausgespielter Treffer, sondern Volker bekam an eine Flanke die Hände nicht dran, der hinter ihm stehende Unioner wurde praktisch abgeschossen und konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen.

Mit zunehmender Spielzeit wurde Bau-Union ruhiger, und die Eintracht fand langsam selbst zu ihrem Spiel. Ärgerlicherweise wurden, wie schon gegen Neukölln, mehrere gute Chancen nicht genutzt. Heiko ließ sich nach guter Ablage von Malte abdrängen, Renes Schussversuch mit dem weniger starken rechten Fuß landete doch deutlich neben dem Kasten. Nach einer tollen Kombination hätte dann der Ausgleich fallen müssen: Tobi wurde rechts super freigespielt, hätte wohl auch selbst abschließen können, spielte aber einen Pass a-la-bonheur auf den eingelaufenen Markus, der – eventuell etwas überrascht, dass Tobi nicht selbst den Abschluss suchte – leider das Kunststück fertigbrachte, den Ball aus anderthalb Metern über die Latte zu lenken. Zugegebenermaßen musste auch Volker nach seinem Faux-Pas vor dem Seitenwechsel einmal überragend und mindestens einmal stark parieren. Man konnte zwar vor der Pause beim Spiel der Eintracht nach hinten nicht von “Ordnung” sprechen, aber die “Unordnung” wurde durch gute und laute Absprachen hervorragend organisiert.

Nach der Halbzeitansprache ging es beim BSV wieder geordnetet zu, die Positionen wurden besser gehalten, aber auch das Übergeben klappte sehr ordentlich. Trotzdem kassierten die Gäste wieder relativ früh ein Gegentor. Hinten Mann-gegen-Mann konnte keiner Tobi absichern, der von seinem Gegenspieler vernatzt wurde und den Abschluss ins lange Eck nicht verhindern konnte. Der Ball schlug direkt flach neben dem Pfosten ein, klasse Schuss – da war kein Kraut gegen gewachsen, und es stand 0:2. Die Eintracht resignierte aber nicht. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit einem Chancenübergewicht für die Gäste, aber auch mit einigen Situationen, in denen ruppiges Einsteigen vom Schiedsrichter ungeahndet blieb, aber zu Diskussionen anstachelte. Vorne vergaben Malte und Heiko etwas überhastet – wobei, wenn der Abschluss genauer und erfolgreicher gewesen wäre, hätte keiner was gesagt, da aber doch einige Meter fehlten, wäre die bessere Option wohl doch der Pass auf den Mitspieler gewesen. Volker hielt uns mit einer doppelten Glanzparade im Spiel. Wobei er den zweiten ja halten musste, denn sonst hätte es ja keinen Sinn gemacht, den ersten zu halten. Zweimal ganz freie Schussbahn aus kürzester Distanz, zweimal zur Stelle – Hammer! Nach vorne hatte die Eintracht beim Anschlusstreffer mehrfach das Glück des Tüchtigen. Malte hatte den Ball rechts schon fast verloren, setzte aber erfolgreich nach und spitzelte dem Gegner die Murmel vom Fuß in Richtung eines Mitspielers. Der legte schön quer auf Rene, der an der Strafraumkante mit links hätte abziehen können, aber verzögerte, sich den Ball auf den schwachen rechten Fuß legte, und – stumpf umgemäht wurde. Den fälligen Strafstoß setzte Heiko erst in die Wolken, aber der Referree entschied auf Wiederholung, weil der Torwart die Linie zu früh verlassen hat. Was eine Gnade für Mahlsdorf doch die Frauen-WM war, durch die diese Regel überhaupt erst wieder in die Köpfe der Schiedsrichter eingetrichtert wurde. Natürlich war die Wiederholung regelkonform und absolut korrekt und notwendig. Erneut trat Heiko an, da gab es keine Diskussion. Diesmal erfolgreich!

Gegner und Fans wurden nun nervös. Die Eintracht übernahm das Kommando, ohne zu dominieren. Leider ließen wir auch im weiteren Verlauf unsere Chancen liegen: Heiko setzte nach einer Flanke von Kuki nach einer kurz ausgeführten Ecke per Kopf das Leder um Zentimeter am langen Winkel vorbei (54.). Gute Freistoßchancen aus knapp 12 Metern, bei denen die Ausführung Abstimmungsprobleme offenbarte, resultierten aus Geschiebe der Abwehrspieler der Bau-Union. Sie blieben aber ohne Ergebniseffekt. Zwei Minuten vor dem Ende dann erneut Freistoß in Strafraumnähe, Pense chipt die Murmel in die Mitte. Man kann darüber streiten, ob der Ball Maltes Stirnlocke berührt haben mag – ein Lufthauch war jedenfalls an der Stirn deutlich spürbar – aber Haut war jedenfalls nicht mit dem Spielgerät in Berührung, so dass dieses wohl doch unabgelenkt direkt die Torlinie überquerte. Dass der Unparteiische Abstoß für die Heimsieben gab, kann man daher nicht als eindeutige und unverschämte Fehlentscheidung abtun. So mussten wir am Ende konstatieren: Der Ball wollte einfach nicht über die Linie, und folgerichtig feierten am Ende die Gastgeber ihren etwas glücklichen, aber alles in allem nicht komplett unverdienten Sieg. Die Eintracht hingegen betrauert das zweite Spiel ohne Punktgewinn, in dem mehr – und zwar bis zu drei Punkte – bei etwas mehr Cleverness (und/oder Glück) sicher dringewesen wäre. Aber wir sind erkennbar auf dem richtigen Weg…

Aufstellung: Volker – Thomas P., Heiko N. – Rene, Karsten M., Tobi – Malte; Markus, Kuki, Wowa; Tore: 0:1 (3.), 0:2 (34.), 1:2 (42.Foulelfmeter) Heiko; Gelbe Karten: Vermutlich hatte der Schiri seine Karten vergessen – Anlässe gab es beiderseits genug!.

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