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Ü40 – Bittere Erfahrung

23.2.2020: BSV 1892 – Eintracht Mahlsdorf Ü40 ….. 3:2 (0:0)

Was wir können, kann Real Madrid auch!

Eine bittere Erfahrung machte die Ü40 in Wilmersdorf, indem man sich binnen knapp drei Minuten einen bis dahin ordentlichen Auftritt komplett zerstörte. Real Madrid brauchte für einen ähnlichen Fauxpas in der Championsleague gegen City immerhin fast eine Viertelstunde! Aber der Reihe nach:

Dass Thomas “Doc” und Malte angeschlagen jeweils nur ein paar Minuten mitwirken konnten, wirkte sich kaum aus. Die Eintracht hielt sich an die Anweisungen, sich zurückzuziehen und die Räume eng zu machen. Das hatte zwar zur Folge, dass auch eigene Angriffsbemühungen nicht extrem effektiv waren, aber den Kollegen Mittelstädt & Co. fiel 26 Minuten lang eigentlich überhaupt nichts ein, um das von Volker gehütete Tor in Gefahr zu bringen. Mahlsdorf vergab seine größte Torgelegenheit in Form eines von Rene verschossenen Foulsiebenmeters (der Torhüter parierte, 20.). Erst in den letzten Minuten der ersten Halbzeit geriet die Eintracht unter Druck, so dass Heiko und Kuki zweimal in aller-allerletzter Sekunde klären mussten und konnten.

Nach dem Seitenwechsel bot sich ein ähnliches Bild. Die Teams neutralisierten sich weitgehend, Torchancen waren Mangelware. Das 1:0 für Mahlsdorf sah relativ kurios aus: Der Torhüter der Gastgeber wehrte zweimal Schussversuche der Lilafarbenen mit dem Fuß ab, wobei er nicht gerade ein Bild besonderer Gelenkigkeit abgab und es auch nicht schaffte, den Ball aus der Gefahrenzone hinauszuschießen, sondern ihn jeweils einem Mahlsdorfer praktisch wieder auf das Schussbein legte. Renes Schuss hatte schließlich etwas mehr Tempo als die beiden Schüsschen davor, und der Ball schlug flach im langen Eck ein. Mit der Führung im Rücken verlegte sich Mahsdorf leider nicht darauf, weiter konsequent zu verteidigen. Stattdessen rannten auf einmal die Defensivspieler mit nach vorne, die Abstimmung war nicht gerade herausragend. Die Riesenmöglichkeit zum 2:0 klärte ein BSVler auf der Linie, nachdem Markus den Torhüter bereits überwunden hatte – und so kam es, wie es kommen musste. Und das in deutlich kürzerer Zeit als es der Schiedsrichter in den Spielbericht eingetragen hat.

Angreifer Heiko fand sich plötzlich von einigen Mitspielern “überholt” und verfolgte dann seinen Mann aber auch nicht konsequent nach hinten. Der BSV konnte sich rechts zur Grundlinie durchspielen und den zurückgespielten Ball drückte Andreas Mittelstädt über die Linie (55.). Kaum eine Minute später das “übliche” Dilemma der Eintracht. Eckball für uns, kurz ausgeführt, diesmal auch ordentlich in die Mitte gespielt, aber für Kuki ist kurz vor der Torlinie mit dem Rücken zum gegnerischen Kasten kein Durchkommen. Der Rückpass landet bei einem Gegner, der sofort nach vorne weiterleitet. Mittelstädt kommt unbedrängt an den Ball, es ergibt sich eine zwei-gegen-eins-plus-Torwart-Situation. Volker antizipiert den Pass des Angreifers in den Raum und eilt aus seinem Kasten, um diesen abzufangen. Ob es nun – wie einige meinen – ein glücklicher Zufall in Form eines abgerutschten Balles war oder ein genialer Geistesblitz des auffälligsten Akteurs des BSV, kann dahingestellt bleiben. Jedenfalls erwischte der Ball Volker, dem hier keinerlei Vorwurf zu machen ist, komplett unerwartet und bezogen auf beide zum Abfangen des Passes hinauseilenden Füßen absolut falsch. Dass das Leder nur um Zentimeter neben dem Pfosten ins Netz trudelte, machte die Sache noch ärgerlicher. So blöd, wie der Ausgleich war, danach wieder (bzw. weiter) so offen zu spielen, ist kaum entschuldbar.

Ebensowenig wie das dritte Gegentor, das wir durch einen Ballverlust des letzten Mannes direkt nach Wiederanpfiff ebenfalls selbst vorbereiteten. Dass der BSV 1892 uns dann auf dem Gummiplatz noch unser zweites Tor gestattete, war reine Ergebniskosmetik, aber diese Schminke kann die drei bösen Veilchen, die wir uns an diesem Sonntagvormittag abgeholt haben, nicht retouchieren oder überdecken. Die letzten Spiele vor der Winterpause und die drei Test eingerechnet sind es jetzt sechs Niederlagen in Folge und acht Partien ohne Sieg. Der letzte Erfolg datiert vom 18.10. gegen Hürriyet. Umso wichtiger ist es, jetzt alle Kräfte zu mobilisieren, um gegen den 1.FC Wilmersdorf erfolgreiche Revanche für die 1:5-Klatsche aus dem November zu nehmen, um das andere Wilmersdorfer Team in der Tabelle hinter uns zu lassen.

Aufstellung: Volker – Heiko N., Markus – Rene, Thomas P., Jan – Malte; Thomas S., Wowa, Kuki, Heiko H.; Tore: 1:0 (39.) Rene, 1:1 (55.), 1:2 (57.), 1:3 (58.), 2:3 (60.) Rene

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