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Tabellenführer geärgert – aber die Kraft hat nicht gereicht …

4. Spieltag
[22.09.2018]

BSV Eintracht Mahlsdorf II

: SV Empor Berlin C2

2-8

Zweimal brachte Lucas mit schönen Einzelleistungen die Eintracht in Front, kurz vor dem Halbzeitpfiff schloss er einen weiteren starken Angriff leider nicht genau genug ab und der Ball rollte einen knappen halben Meter am langen Pfosten vorbei ins Toraus. Das wäre die 3:2-Halbzeitführung gewesen, dann hätte Empor noch mehr zu knabbern gehabt.

 

So kam es leider ganz anders, als es sich Mahlsdorf nach der extrem effektiven, aber auch sehr laufintensiven ersten Hälfte vorgestellt hatte. Binnen fünf Minuten zogen die Gäste, die jetzt ähnlich effektiv abschlossen wie die Eintracht vor dem Seitenwechsel, auf 5:2 davon. Nach der kurzen Schwächephase fing sich Mahlsdorf zwar wieder, aber die Partie war gelaufen. Jimmys Heber-Chance zum 3:5 parierte der Gästekeeper glänzend, und fast im Gegenzug traf Empor erneut. Zwei Schüsse von der Strafraumkante, die über dem stärksten Mahlsdorfer Akteur Flo hinweg unter der Latte einschlugen, besiegelten den letztlich klaren Erfolg der Gäste. Aber der Reihe nach…

 

Empor war von Anfang an feldüberlegen, aber die Eintracht stand mit einer verstärkten Defensive sicher und schaffte es, immer wieder Nadelstiche vor allem in Person von Lucas zu setzen. Vor allem die beiden Sechser Juli und Friedi, aber auch Jannes,m Tarik und Kilian arbeiteten viel nach hinten und spulten ein großes Laufpensum ab, was sich nach dem Seitenwechsel leider bemerkbar machen sollte. So war Empor zwar deutlich feldüberlegen und hatte gefühlte 75% Ballbesitz, aber die Kontertaktik der Eintracht ging zunächst auf. Bevor sich die Gäste eine echte Chance erspielen konnte, führte der BSV. nach einem hohen Schlag von Friedi gingen zwei Empor-Akteure nicht entschlossen zum Ball, Lucas spritzte mit dem Kopf dazwischen und zog in Richtung Gäste-Kasten auf und davon. Ein überlegter Flachschuss, und Mahlsdorf lag 1:0 vorne. Auch die nächsten Chancen hatten wir. Ein Freistoß zischte knapp am kurzen Pfosten vorbei (6.), Lucas wurde im Strafraum gestört und der Ball zu Ecke geklärt, die zwar einen Mahlsdorfer Kopf fand, aber es kam nicht genug Druck hinter den Ball (8.).

Dann entwickelte Empor so viel Druck, dass Torchancen die zwangsläufige Folge waren. Ein Angreifer setzte sich auf links durch, aber Flo war am kurzen Pfosten zur Stelle und wehrte zur Ecke ab. Die wurde abgewehrt, aber zu kurz. Empor setzte nach und der Ball segelte an die Oberkante der Latte, von wo er sich gefährlich senkte. Ein Angreifer kam mit der Stirn vor Flo und Peter an den Ball, aber das Leder verfehlte das Tor um ein paar Zentimeter (9.). Einen direkten Freistoß aus 21 Metern entschärfte Flo sicher (14.). dann aber war es soweit. Freistoß für Empor an der Mittellinie, die Eintracht schläft ein wenig, Leos Gegenspieler läuft durch und zieht ab. Flo ist zwar auf dem Posten, aber erneut touchiert ein Empor-Akteur den abprallenden Ball, der diesmal mit etwas Glück für die Gäste ins Tor kullert. Eine Minute später zappelte der Ball wieder in BSV-Netz, aber zum Glück entschied der Schiedsrichter auf Abseits.

Ein paar Minuten fand das Spiel dann im Mittelfeld statt – zwar meist in der Eintracht-Hälfte, aber wir hielten Empor aus dem Strafraum heraus. Imad ersetzte den erneut angeschlagenen Tarik und nur eine Minute später, in der 19., ging Mahlsdorf wieder in Führung. Einen misslungenen Rückpass erahnte und erlief Lucas, der mit einem erstklassigen Lupfer den Gäste-Torhüter überwand. Erneut hielt die Führung nicht lange. Versemmelte Empor noch in der 20. Minuten einen 24-Meter-Freistoß, gelang zwei Minuten darauf der erneute Ausgleich. Auf unserer linken Defensivseite gelang der Zugriff nicht, die Gäste konnten sich befreien und zweimal quer spielen, ehe der Ball hinter dem etwas unglücklich positionieren Leo mustergültig hindurchgesteckt wurde. Der Abschluss senkte sich über Flo hinweg im Kasten (siehe unten).

Nach einer Flanke in der 27. Minute wurde Flo in der Luft von zwei Gegnern unter Druck gesetzt, klatschte aber den Ball sicher weg, und Otti konnte klären. In der 30. Minute dann die Riesenchance für Lucas, nochmal zuzuschlagen. Er setzte sich gegen drei Gegenspieler super durch, verzog dann aber aus 15 Metern knapp. Bis zur pause hatte Empor noch zwei Chancen, die der aufmerksame Flo aber zunichte machte (31./33.)

Mit Jimmy im Angriff für den gut mitspielenden Jannes wollte Mahlsdorf nach der Pause im Angriff noch ein wenig zielgerichteter spielen. Dieses Vorhaben misslang, weil plötzlich zu viel klein-klein gespielt wurde und Empor seine beiden ersten Chancen zu Treffern nutzte. Nach einem Einwurf verlor Jimmy unnötig den Ball, Empor spielte über seine linke Seite in die Spitze, wo Tom etwas zu weit von seinem Gegenspieler weg stand, so dass der sich drehen konnte. Dann setzte er sich im Zweikampf durch und zog aus sechs Metern ab. Flo hielt erneut großartig, aber der Ball prallte wieder zu dem Empor-Angreifer, der aus kürzester Distanz einnetzen konnte. In der 38. Minute gab es zurecht Elfmeter für die Gäste, als Leo seinen Gegenspieler an der Grundlinie etwas zu ungestüm attackierte und dieser zu Fall kam. Der Schütze vernatzte Flo, und es stand 2:4. Jetzt war Mahlsdorf verunsichert. Tom verpasste es, per Kopf zu klären, sondern verlängerte einen langen Ball gefährlich nach hinten, aber Otti war zur Stelle. Die folgende Ecke verteidigte die Eintracht ganz schwach. In der Mitte waren gleich zwei Empor-Spieler vollkommen frei. Der erste köpfte auf’s Tor, Flo parierte, aber der andere Angreifer hatte keine Mühe, aus zwei Metern zu vollstrecken (41.).

Nach diesen schlimmen sechs Minuten fing der BSV sich wieder, aber es war zu spät. In der 46. Minute kam wieder ein Gästespieler nach einer Ecke frei zum Abschluss, aber Flo war zur Stelle. Jimmy erahnte zehn Minuten später klasse einen Rückpass und spritzte dazwischen, aber seinen Heber klärte der Torhüter der Gäste mit einer Hand spitzenmäßig. Im direkten Gegenzug traf Empor zum 6:2 aus 18 Metern.

Nach zwei weiteren Toren der Gäste sollte die Eintracht die letzte Chance des Spiels haben. Einmal mehr setzte sich Lucas am rechten Flügel durch, wurde aber nach außen abgedrängt. Seine Hereingabe fand leider den schon zu weit eingelaufenen Jimmy nicht, und wenig später pfiff der weitestgehend gute Schiedsrichter die Begegnung ab. Einer richtig starken ersten Halbzeit ließ die Eintracht nach einer zehnminütigen Schaffenspause eine ordentliche zweite Halbzeit folgen. Empor war noch einmal ein anderes Kaliber als Berolina Stralau, aber erneut waren klare Fortschritte erkennbar. Weiter so, Jungs!

 

Kader: Flo – Otti (56.Jannes), Tom, Peter, Leo (62.Imad) – Kilian (53.Oliver/62.Kochi), Juli, Friedrich (56.Julien), Tarik (18.Imad/62.Oliver) – Lucas, Jannes (36.Jimmy)

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