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Durchhaltevermögen bewiesen …

3. Spieltag
[16.09.2018]

Weißenseer FC C2 : BSV Eintracht Mahlsdorf II 1-4

Gegen einen körperlich und in Sachen Schnelligkeit relativ deutlich überlegenen Gegner überzeugten die Eintracht-Jungs mit Kampfgeist und Köpfchen – wobei wir es ausnutzten, dass Weißensee in der Defensive deutlich schwächer aufgestellt war als in der Vorwärtsbewegung.

In der 5. Minute zog Lucas auf der linken Seite an der Abwehr vorbei und lupfte den Ball mit dem schwächeren linken Fuß über den Torhüter, aber ein Weißensee-Spieler klärte – auf oder hinter der Linie konnte keiner sehen, auch der Schiedsrichter an der Mittellinie nicht. So war es okay, weiterlaufen zu lassen. Allerdings roch es danach, dass der Ball die Linie überschritten hatte. Nun gut – es sollte nicht der einzige auf der Linie geklärte Ball bleiben…

Wenig später zog Friedi eine Ecke auf den kurzen Pfosten, wo Tom zu Stelle war, aber den Ball nicht aufs Tor ziehen konnte. Nachdem nach zweimaliger klarer Abseitsstellung (mit dieser Regel stand der Schiedsrichter auf Kriegsfuß) immer noch einer unserer Verteidiger eingreifen konnte, war das in der 12. Minute nicht mehr möglich. Gut drei Meter im Abseits bekam ein Angreifer den Ball und zog auf Flo zu, der aber erstklassig parierte. In der 16. Minute überlief ein Stürmer des WFC den heute  im Stellungsspiel ab und zu etwas unglücklich agierenden Otti auf der halbrechten Verteidigerposition, aber der Abschluss ging deutlich über den Kasten. Besser machte es Kilian eine Minute später. Wieder war Lucas über links geschickt worden – sein Abschluss mit links war nicht besonders gut, aber der Torhüter der Gastgeber schaffte nur eine maue Fußabwehr. Lucas setzte nach und blockte den Befreiungsversuch des Innenverteidigers in Richtung Kili, der aus halblinker Position direkt abzog und den Ball unter die Latte ins Netz setzte.

Weißensee blieb in der Folge gefährlich, weil sie einfach in Sachen Schnelligkeit klare Vorteile hatten, aber die BSV-Abwehr machte ihre Sache ziemlich gut. Probleme hatten wir in der Rückwärtsbewegung des Mittelfelds und der Stürmer. Dass Verzögern durch die Defensivspieler und das Zupacken der überspielten Jungs in der Rückwärtsbewegung müssen wir noch lernen. Da wird zu oft der Kampfmodus ausgeschaltet und es heißt: Die Abwehr wird das schon richten. Das ist aber nicht so, sondern die Abwehr stellt die Angreifer und die Balleroberung erfolgt durch das Team.

Da wir da Defizite hatten, gab es in der 28. Minute eine sehr gefährliche Situation zu überstehen. Über unsere linke Abwehrseite spielte sich Weißensee nach einem Einwurf zur Grundlinie durch, wo wir den Angreifer gewähren und nach Innen ziehen ließen. Der Rückpass fand zwar einen Abnehmer, aber der schwache Schuss ging drei Meter am Tor vorbei. Zwei Minuten später hatte Otti gegen seinen Gegenspieler wieder das Nachsehen, der aus 12 Metern in halblinker Position abzog. Der ganz starke Flo war zur Stelle und wehrte den Ball parallel zur Torlinie ab, wo ein Spieler der Gastgeber einen guten Meter Vorsprung vor Arthur hatte. Arthur aber reagierte geistesgegenwärtig hervorragend und klärte Zentimeter vor der Linie und vor dem Angreifer zum Einwurf. 90 Sekunden später war es dann aber doch soweit. Eine Freistoßflanke ins Zentrum bekamen die Mahlsdorfer nicht geklärt. Aus dem Getümmel zwischen Elfmeterpunkt und Torraum prallte der Ball zu einem Angreifer, der aus sechs Metern problemlos einnetzte. Eine kritische Situation musste die Eintracht vor der Pause noch überstehen. Wir ließen eine Flanke von rechts (Angreifersicht) zu, Otti stand schlecht zum Ball, dass der Gegner dazwischenspritzte und den Ball annehmen konnte, aber der Ball versprang ihm am kurzen Pfosten vorbei ins Toraus (33.).

Kurz nach der Pause parierte Flo erneut erstklassig gegen den durchgebrochenen Angreifer, der abermals die Abwehr im Antritt stehen gelassen hatte. Dann aber bekam die Eintracht das Spiel wieder in den Griff. In der 43. Minute wurde Lucas vom insgesamt nicht besonders souveränen Schiedsrichter zurückgepfiffen wegen eines Fouls an unserem Spieler. Hallo, Vorteil!? Endlich wäre Lucas einmal auf seiner starken rechten Seite durchgewesen, aber nun gut!. Den Freistoß flanke Friedi in die Mitte, wo der unsichere Weißensee-Torhüter per Faustabwehr auf Arthur klärte, dessen Direktabnahme leider das Tor verfehlte. Etwas überhastet, schade!

Ein verunglückter Querpass von Juli läutete die nächste Chance des WFC ein, aber der Schussversuch ging über den Kasten. Die nächste Chance hatte wieder die Eintracht. Nach Balleroberung wurde Lucas, noch in der eigenen Hälfte stehend, geschickt. Lucas behauptete mit Ball seine zwei Meter Vorsprung bis zum Strafraum und setzte das Leder ohne Schwierigkeiten oder großes Brimborium in die Maschen. Mit der Führung im Rücken spielte Mahlsdorf das Spiel dann relativ souverän. Julius war direkt nach dem 2:1 für Flo ins Tor gegangen und agierte fehlerlos. Sowohl bei einem Kopfball des 10ers der Gegner nach einer Ecke (57.) wie auch bei einem tückischen Schuss, bei dem ein Weißenseer in abermals ungeahndeter Abseitsposition in der Schussbahn stand, agierte Julius sehr souverän.

Die größte Gefahr für die Eintracht strahlte so der Schiedsrichter aus: In der 56. Minute schrie ein Betreuer der Gastgeber nach einer Flanke in den Strafraum „Handspiel“. Der Schiedsrichter pfiff – warum weiß man nicht wirklich. Auf Proteste der Mahlsdorfer hin überdachte er die Szene nochmals und kam zu der richtigen Entscheidung, dass das Spielen des Balles mit der Schulter – unabhängig von Absicht oder nicht – kein Handspiel darstellen kann. Das Spiel wurde dann mit „Abstoß“ vom Elfmeterpunkt, wo der Ball schon lag, die die Eintracht fortgesetzt. Mahlsdorf schaffte es jetzt, das Spiel mehr und mehr weg vom eigenen Strafraum zu bewegen. Die beiden Treffer zum 3:1 und 4:1 waren dennoch Kontertore. In der 65. Minute setzte sich Lucas am linken Flügel durch, aber der Keeper wehrte seinen Schuss ab. Der Ball prallte wieder in Richtung Lucas, der seinen Gegenspieler blockte (hätte man wohl auch als gefährliches Spiel abpfeifen können, aber gut, irgendwann muss ja auch mal eine Entscheidung für uns fallen!). Die Murmel sprang in die Mitte zu Jimmy, der völlig frei unter die Latte einnetzte.

In den letzten fünf Minuten hätte die Eintracht noch öfter als einmal treffen können. Lucas markierte zwei Minuten vor Ende mit einem Flachschuss aus dem Eins-gegen-eins den vierten Treffer, nachdem Friedi super durchgesteckt und die Nr.77 der Gegner das Abseits aufgehoben hatten. Die größte weitere Chance vergab Jimmy, der am langen Pfosten knapp 50 Zentimeter allein vor dem Kasten nach schöner Hereingabe von Lucas das Kunststück fertig brachte, den Ball so aufs Tor zu bringen, dass der Torhüter nicht mehr ausweichen konnte. Aber schnuppe – es blieb beim 4:1, Top-Leistung, Jungs! Glückwunsch!

Kader: Flo (49.Julius) – Arthur, Tom, Otti (44.Peter), Peter (44.Leo) – Kilian (23.Julien/28.Oliver/58.Imad), Juli, Friedrich, Jimmy (33.Leo/44.Jimmy) – Lucas, Alex (42.Kilian/ 68.Otti)

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