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C2 – Demütigend und enttäuschend zum Abschluss

Samstag, 1.6.2019: Eintracht Mahlsdorf C2 – Borussia Pankow C2 …. 2:13 (2:4)

Am Abend nach der Partie erkundigte sich der Trainer des BAK, ob hier ein Zahlendreher oder Fehler vorlag. Aber das tat es nicht. Teilnahms- und kampflos ergaben die die allerdings auch übermäßig stark ersatzgeschwächten Mahlsdorfer ihrem Schicksal. Dass vielleicht noch ein, zwei Abseitstreffer dabei waren, macht den Kohl nicht fett. Ein absolut enttäuschender Auftritt einer Mannschaft, an dem jedoch keiner Schuld war, außer die jeweils anderen.

Nach anfänglichem Mittelfeldgeplänkel hatten die Gäste nach zehn Minuten die erste große Chance. Linksverteidiger Damien war nicht nah genug am Mann, Pankows Angreifer konnte ungehindert flanken, aber in der Mitte schaffte es der Angreifer, den Ball aus zwei Metern nicht ins Tor zu bugsieren. Drei Minute später verlor Ben den Ball unnötig, Imad versuchte zu klären, spielte den Ball aber einem Gegner in den Fuß, der das Leder über Julius hinweg ins lange Eck hob (13.). Die Eintracht bemühte sich zwar, brachte aber wenig Konstruktives zu Stande. Leo war umgeknickt und konnte nicht mehr normales Tempo laufen, aber wir hatten auch keine Alternativen auf der Bank. Unterstützung für die Abwehr aus dem Mittelfeld gab es kaum. Das 0:2 (18.) war die Konsequenz. Leo musste nach einem Stellungsfehler seinen Gegenspieler fast notbremsenartig festhalten. Karten hatte Patrick Freier, der netterweise für den nicht erschienenen Schiedsrichter einsprang, aber zum Glück nicht dabei… Direkter Freistoß, drin! Drei Minuten danach ein katastrophaler Stellungsfehler von Otti, der heute als Innenverteidiger aushelfen musste, und schon wieder zappelte der Ball im Netz.

In der 25. Minute ein Hoffnungsschimmer: Lucas wurde rechts der Ball in den Lauf gespielt, der Gegenspieler wich seltsamerweise zurück in die Mitte und machte so den Weg frei. Abschluss ins lange Eck – nur noch 1:3. Jetzt kam die Eintracht zu eigenen Chancen. In der 31. Minute segelte ein weit geschlagener Freistoß aus dem Halbfeld nicht weit am langen Pfosten vorbei. Aber wir spielten auch weiterhin sehr naiv. Bei eigenen Ecke muss ein Mann mehr hinten bleiben als Gegner, und wir spielen Mann gegen Mann mit einer Absicherung – nein, tun wir nicht! Tun wir nie! Denn was juckt es schon, was der Trainer sagt. Logische Folge, Eckball abgefangen, Damien ist zwar mit hinten, aber kümmert sich nicht um seinen Mann. So heißt es einmal mehr eins-gegen-eins auf Leo, der vom Tempo her nicht mithalten kann, aber Pankows Angreifer schiebt den Ball am Kasten vorbei (33.). Julien, der mittlerweile Innenverteidiger spielen musste, da Imad im Ramadan den hohen Temperaturen Tribut zolllen musste, verlor dann gleich zweimal hintereinander in gefährlicher Position bei Dribblings den Ball, aber Pankow konnte die Chancen nicht nutzen. In der 35. Minute klapperte es dann aber nochmal: Erneut ein Fehlpass aus der Verteidigung – Pankow fackelte nicht lange und netzte ein. Nachspielzeit: Jimmy passt hervorragend auf Lucas, der sich am linken Flügel durchsetzt. Jimmy rannte mit nach vorne und bot Lucas eine gute Anspielstation, auf die sich der Keeper der Gäste auch konzentrierte, aber Lucas machte es kurzerhand selbst, spielte den letzten Gegner aus und vollstreckte ins kurze Eck. Klasse Spielzug von Jimmy aber, dem dieses Tor zu 50% gehörte.

Nach diesem späten Tor hatte die Eintracht Hoffnung, dass nun über den Kampf ins Spiel gefunden werden würde. Aber Pustekuchen. Bälle erkämpfen? Zweikämpfe annehmen? Dagegen scheinen einige Mahlsdorfer eine Allergie zu haben, oder vielleicht ist es auch uncool, sich anzustrengen und Spiele zu gewinnen. Zugegeben waren die Temperaturen nicht gerade angenehm, aber das ging der Borussia ja auch nicht anders. Schlimm allerdings, dass die Tore immer gleich fallen und aus Fehlern im Aufbauspiel und mangelndem Gegenpressing resultieren. Fehlpass? Arme über dem Kopf zusammenschlagen, die vier Nebenmänner anschreien, warum sie sich nicht besser angeboten haben. Hinterherlaufen, den Ball zurückerobern? Nein, dazu ist keine Zeit…

So fiel das 2:5 in der 46. Minute genauso nach einem Ballverlust in zentraler Position, das 2:6 nach einem langen Ball durch die Mitte, wo der Gegner einfach durchlaufen durfte (49.), und beim 2:7 wurde der sichtlich angeschlagene Leo einmal mehr locker überlaufen (54.) Einzig Fabi, der zur Pause in den Kasten gekommen war, wehrte sich nach Kräften, wurde aber immer wieder im Stich gelassen. Als dann Leo den Platz verließ, brach die Eintracht endgültig zusammen. Die Abwehrspieler begleiteten ihre Gegenspieler nicht einmal mehr, das Mittelfeld hatte das Laufen nahezu komplett eingestellt. Als es schon zweistellig stand, bekamen Gastgeber durch Danilo nach schönem Durchstecker von Lucas (66.) und Julien (67.) noch zwei Schussmöglichkeiten, aber beide bekamen keinerlei Power hinter den Ball. So endete das letzte Saisonspiel wie die gesamte Rückrunde seit der Niederlage in Biesdorf – desaströs! Dass sechs Stammspieler ersetzt werden mussten, war diesmal zwar extrem, aber auch das Problem hatte sich durch die ganze erste Jahreshälfte 2019 gezogen. Jedes Spiel mit einer neu zusammengestellten Abwehr, das kann leider nicht funktionieren. Dazu die katastrophale Einstellung und das Gemeckere, durch das Fußballspielen einfach auch keinen Spaß macht. Wenn wir halbwegs vollständig waren und uns zusammengerissen haben, dann kamen gute Spiele und Ergebnisse (0:2 bei Meister Empor mit den Gegentoren erst in der Schlussphase) heraus, aber das war eben nur ganz selten der Fall – und heute überhaupt nicht!

Kader: Julius (36.Fabi) – Damien (36.Alex), Otti (26.Julien, 36.Otti), Leo (58.Damien), Imad (26.Otti, 36.Julien, 58.Imad) – Kilian, Tarik, Danilo, Julien (26.Jimmy) – Ben – Lucas; Tore: 0:1 (13.), 0:2 (18.), 0:3 (21.), 1.3 (25.) Lucas, 1:4 (35.), 2:4 (35.+1) Lucas, 2:5 (46.), 2:6 (49.), 2:7 (54.), 2:8 (58.), 2:9 (61.), 2:10 (62.), 2:11 (63.), 2:12 (65.), 2:13 (70.)

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