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C2 – Zu spät aufgewacht

Samstag, 25.5.2019: Berolina Stralau C2 – Eintracht Mahlsdorf C2 …. 4:1 (4:0)

Hier ne Jugendweihe, da ne Jugendweihe. Wenn nicht Jugendweihe, dann Geburtstag, Fahrt in den Garten, sonstwas. Nicht einmal könne auch nur annähernd die gleichen Spieler hintereinander auflaufen. Vor allem in der Abwehr ist ein Einspielen komplett unmöglich, erfahrene Innenverteidiger sind Mangelware. Vor dem Spiel bei den ähnlich – nein, noch übler – gebeutelten Jungs aus Stralau sagte Leo kurzfristig noch ab, so dass mal wieder Improvisation gefragt war. DIe Entscheidung, Imad in die Innenverteidigung zu ziehen, war auch nicht falsch, aber eben auch keine Optimallösung. Kilian, der zuletzt zwei Spiele gegen mittelstarke Gegner als Linksverteidiger ordentlich gespielt hatte, war heute gegen den (heute dann) besten Spieler der Gastgeber überfordert. Da fehlten die Grundlagen, die man von einem Jungen, der noch nie Verteidiger gespielt hat – außer in den letzten beiden Wochen – aber auch nicht erwarten kann. Imad seinerseits fehlte dann die Erfahrung und die Traute, statt den Lückenschluss ergeblich zu vesuchen, den Befehlston einzuschalten und Anweisungen zu geben, was ebenso für Peter galt.

Die Begegnung lief so relativ ähnlich zum Hinspiel, wobei wir uns rechtzeitig gefangen haben, um ein erneutes Debakel zu vermeiden. Aber als es soweit war, war es auch schon zu spät. Sicher hätten die Trainer auch früher umzustellen versuchen könne, aber die Alternativen waren rar und die letzten beiden Fehler vor dem 0:3 und 0:4 aus dem Spielverlauf auch nicht absehbar. Die erste Großchance hatte die Berolina schon nach zwei Minuten – aber über unsere rechte Abwehrseite. Einen ungenauen Pass hätte Peter sogar abfangen, jedenfalls aber den Gegner schnell stellen können, aber er zögerte – wie im Verlauf des Spiels öfter, da fehlt halöt die Innenverteidiger-Erfahrung. So konnte der Angreifer der Gastgeber die Abwehr überlaufen und sogar an Flo im Kasten vorbeiziehen, aber unser Schnapper drängte ihn so weit nach außen ab, dass der direkte Schuss ins Netz nicht mehr möglich war. Peter und Otti gemeinsam schafften es dann, die Situation zu klären. Nach vier Minuten bekamen die BSVler einen Freistoß 27 Meter vor dem Tor zugesprochen. Julis Schuss war eine vergleichsweise sichere Beute des ansonsten sehr unsicherern Keepers der Gastgeber. In der siebten Minute hatte Mahlsdorf Glück, denn zwar hatte Peter den Angreifer der Gäste gestoppt, aber der hinzueilende Otti dürfte den Stürmer am Schienbein erwischt haben. Die Pfeife des doch etwas überforderten jungen Manns im gelben Leibchen (ober der schwarzen Trikotrückseite der Gastgeber) blieb jedoch stumm.

Die größte Chance der Eintacht zur Führung ergab sich nach zwölf Minuten. Lucas zog aus 21 Metern ab, der Keeper ließ nach vorne prallen, Jannis kam vor dem Torhüter an den Ball, konnte den Ball aber nur noch so wegspitzeln, dass der direkte Torabschluss aus spitzen Winkel nicht mehr möglich war. Den Rückpass auf Marios fing Berolina ab. In der 15. Minute folgte dann die kalte Dusche für die Mahlsdorfer. Ballverlust auf links, Kudelmuddel, die Abwehrspieler rückten nicht zurück, Ben hielt sich vornehm zurück. Dann löste sich ein Berolina-Spieler, und Imad und Kilian konnten nicht folgen. Peter war zu weit innen, um den Angreifer zu stellen und war sich auch nicht sicher, was zu machen war, da Otti seinen Gegenspieler nicht mehr stellen konnte. So folgte eine unbedrängte Flanke über Peter hinweg samt einem unbedrängten Kopfballaufsetzer, der sich unhaltbar für Flo unter die Latte senkte. De Rückstand schockte die Eintracht nicht, aber die Angriffsbemühungen wurden spärlicher.

In der 25. Minute erzielte Stralau das 2:0. Wieder ging es über unsere linke Abwehrseite, wieder fehlte jegliche Hilfestellung des linken Mittelfeldes, wieder wurde Kilian überlaufen, wieder war Imad zu weit aufgerückt, um eingreifen zu können. Peter zögerte erneut, auif den Gegenspieler zu gehen, weil er einen Gegner – diesmal aber tatsächlich eher ungefährlich – in seinem Rücken wähnte. So nutzte der Stralauer den Platz und zog unbedrängt selbst ab – der Ball schlug flach im langen Eck ein, unhaltbar für Flo.Doch noch war nicht aller Tage Abend. Anders als beim 08 im Hinspiel wehrte sich Mahlsdorf. Ein Freistoß von Juli aus halblinker Position auf den langen Pfosten zeiget keinen Erfolg, weil keiner nachsetzte und der Ball einen knappen halben Meter am Pfosten vorbeistrich (26.). Eine Minute darauf schlug Tarik meinen Ball blind nach vorne, wo der Keeper ihn eigentlich hätte locker aufnehmen müssen. Der wurde aber von seinem Abwehrspieler irritiert, so dass Lucas einen Fuß dazwischen halten konnte. Zu krumm, der Ball landete irgendwo an der Ecke Fünfer/Torauslinie.

In der 29. Minute erhöhte Stralau auf 3:0, wenig überraschend wieder über rechts und wieder war der Rechtsaußen der Torschütze. Zwei Minuten später zeigte Flo gleich zwei Glanzparaden. Erst per Fußabwehr nach außen, dann, nachdem wir zu blöd waren, den Ball zu erlaufen oder die Flanke zu verhindern, nochmals mit den Händen gegen eine weiteren gefährlichen Abschluss. Höhepunkt der katastrophalen Deckunmgsleistung war dann das 0:4 in der letzten Minute der regulären Spielzeit, als Mahlsdorf einen Ball 25 Meter vor dem Tor zentral nicht klären konnte und die Berolina nach Ballsicherung problemlos den komplett ungedeckten Rechtsaußen anspielen konnte, der erneut ins lange Eck vollstreckte und so einen lupenreinen Hattrick erzielte. Ob er darauf einan ausgeben musste (oder seine Eltern) wissen wir nicht. Vielleicht hätte die Eintracht eher umstellen müssen oder können, aber di Alternative defensiv waren rar gestreut.

Da Imad trotz ordentlicher Leistung (Zweikämpfe fast alle gewonnen, nur so 7-8mal den Zweikampf nicht gefunden, weiul zu zögerlich) sich als Innenverteidiger unwohl fühlte, und um Juli niocht komplett aus dem Spiel zu nehmen, stellte die Eintracht auf ein nie geübtes 5-4-1 (alias 3-6-1) um. Trotz Irritationen bei Trainer(n) und Spielern klappte das recht ordentlich. Die zwanzig Minuten nach dem Seitenwechsel gehörten großenteils den Gästen. Richtige Torchancen ergaben sich aber zunächst nicht. Erst in der 46. Minute bekam die Eintracht in zenraler Position einen direkten Freistoß zugesprochen, den Lucas klasse mit Schnitt auf das Tor brachte´. Aber der in der Halbzeit neu gekommene Keeper zeigte eine Glanzparade und wehrte den Schuss zur Ecke ab. Die Ecke wurde zwar gefährlich hereingebracht, aber der Abschluss landete in den Armen des Torhüters.

In der 51. Minute fiel das (Anschluss-)Tor für die Eintracht. Flo reagierte geistesgegenwärtig, nachdem er eine schwache Hereingabe am kurzen Pfosten abgefangen hatte. Abwurf auf Lucas, der seine Gräten in Gang setzte und an zwei Defensivakteuren auf dem linken Flügel vorbeizog. Seine Hereingabe quer auf Tarik war hervorragend abgestimmt. Tarik musste nur noch den Fuß hinhalten – und das machte er auch. Leider wurde zwei Minuten später in einer unübersichtlichen Situation erst ein Schussversuch von Danilo geblockt und dann verkümmerte nach Spitzeneinsatz von Tarik, der den Ball zurückerkämpfte, und gutem Dribbling von Ben in den Strafraum dessen Schuss leider zum Schüsschenversuch. Zu diesem Zeitpunkt ein zweites Tor, und Schalke gegen den BVB hätte Realität werden können. So aber tickte der Uhrzeiger dem Ende entgegen. Bero scheiterte bei einem Konter am Pfosten, Flo musste noch zweimal eingreifen, der Stralauer Keeper auch, aber richtig gefährlich wurde sonst nichts mehr. Der Einsatz der Eintracht während des gesamten Spiels war dennoch bis zum Schluiss absolut lobenswert, auch wenn wir leider einige Fehler zu viel gemacht haben.

Es gilt jetzt, die Kräfte für den letzten Pflichtspielauftritt gegen Borussia Pankow zu bündeln. Wie zuletzt eigentlich immer werden zahlreiche Spieler ausfallen, aber dafür haben wir den Kader ja auch vergrößert. Jetzt gilt es für die Spieler in der zweiten Reihe, sich und ihr Können zu zeigen. Wer weiß, ob Borussia Pankow in voller Stärke antreten kann – und selbst wenn, dagegenhalten und Leistung und Kampf abrufen, dann packen wir das schon!

Bei der nachfolgenden Aufstellungsübersicht nicht irritieren lassen, eine Taktikumstellung (und dann zurück in der Schlussphase) ist nicht in einer solchen Zusammenfassung nicht so einfach darzustellen!)

Kader: Flo – (36.Peter, 57.frei) – Kilian (57.Otti), Imad (36.Juli), Peter (36.Otti, 57.Peter), Otti (36.Imad) – Ben (36.Lucas, 57.Kilian), Juli (36.frei), Danilo, Marios (22.Tarik, 36.Jimmy) – (36.Ben) – Lucas (36.frei, 57.Tommy), Jannes (36.Tarik); Tore: 0:1 (15.), 0:2 (25.), 0:3 (29.), 0.4 (34.), 1:4 (51.) Tarik; Gelbe Karten: Ben, Lucas

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