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C2-Jugend: Schwacher Start, aber starke Steigerung

Samstag, 16. März 2019, 15.15 Uhr:  BSV Eintracht Mahlsdorf C2 – Berolina Mitte C2 ….. 6:1 (3:1)

Es war sicher nicht besonders förderlich, dass der Trainer während des Aufwärmens immer wieder woanders zu tun hatte, Suche nach dem Schiedsrichter, Suche mit Leo nach Taschentüchern, dann die Absprache mit dem Betreuer der Gäste, wer das Spiel pfeift. Dafür machten die Jungs das ganz ordentlich, auch wenn etwas mehr Elan vor allem bei der Torschussübung grundsätzlich wünschenswert wäre.

In der Anfangsphase des Spiels war der Gastgeber dennoch noch nicht wirklich richtig eingestellt. Bei vielen Spielern fehlte die Körperspannung, die Anweisung, das ganze Spielfeld auszunutzen und die Außenpositionen zu halten und zu suchen, wurde nicht umgesetzt, die Verteidigung wirkte in einigen Situationen überraschend lethargisch. Außerdem hatte Bero im Vergleich zum Hinspiel auch einige neue Spieler dabei, darunter einige schnelle Akteure, von denen insbesondere der Linksaußen unserer Abwehr doch arg zu schaffen machte. Lucas verbrachte die erste Halbzeit geschont auf der Bank, Peter fiel kurzfristig aus, weil ihm beim Aufwärmen jemand auf den Zeh gestiegen war. So kam Ole rechts hinten zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz von Beginn an, vorne lief Tarik auf.

In der zehnten Minute warf Jimmy einen Einwurf für uns in die Mitte genau auf den Kopf eines Gegners. Der köpfte nach vorn, wo Tom gegen den Linksaußen nicht durchzog, so dass dieser den Ball an ihm vorbeispitzeln konnte. Flo erkannte, dass es eng werden würde und blieb im Kasten, und Leo war in der Absicherung zu weit weg und nicht schnell genug, um noch einzugreifen. Der Bero-Spieler machte das Klasse und ließ Flo mit seinem Schuss ins lange Eck keine Abwehrchance. Fünf Minuten später fast das gleiche Bild auf der anderen Seite. Diesmal wurde Imads Einwurf abgefangen, Leo stand falsch und hatte sich zudem kurz vorher den Knöchel vertreten, so dass er bei dem gut getimeten Ball in die Spitze seinem Gegenspieler nicht folgen konnte. Die Absicherung fehlte auch hier, aber diesmal behielt Flo beim Eins-gegen-eins die Oberhand und verhinderte das 0:2. Fast im Gegenzug fiel der wichtige Ausgleich. Ein Eckball von Friedrich fand Tom, aber dessen Gegenspieler störte noch einscheidend. Der Ball stieg nach oben und die Kerze fiel herunter, wo Julien den Kopf hinhielt und in Richtung Tor nickte. Wucht bekam er dabei keine hinter den Ball, aber es reichte, denn der auf der Linie stehende Abwehrspieler beförderte das Leder ins eigene Tor (17.).

Dieser Treffer wirkt für die Eintracht befreiend, denn von nun an waren wir die tonangebende Mannschaft, ohne aber zu überzeugen. Weiterhin viel zu viel Klein-klein mit zahlreichen Ballverlusten. Aber dafür eine ungewohnte Effektivität. Wieder nach einer Ecke markierten die Gastgeber den Führungstreffer. Der von Friedi von links getretene Ball segelte in den Strafraum, aber an Freund und Feind vorbei. Jimmy erlief das Spielgerät, es sah erst aus, als wolle er in ein weiteres unnötiges Dribbling, aber dann legte er doch auf Ole ab. Dessen Flanke verlängerte ein Mitte-Akteur ungewollt weiter in die Mitte, wo Friedi eingerückt war, den Ball vollkommen frei in Ruhe annehmen und auf den starken rechten Fuß legen konnte und aus 14 Metern schön unten ins Eck vollstreckte (20.). Noch einmal vier Minuten später stand es 3:1. Julien war auf dem linken Flügel gut in Szene gesetzt worden und zog allein auf den Torhüter zu. Der zeigte eine gute Fußabwehr, aber der Ball prallte in die Mitte, wo gleich mehrere Eintrachtler eingelaufen waren. Tarik schnappte sich die Pille, legte sie sich noch einmal vor und schob sie überlegt zwischen dem Keeper und einem Abwehrspieler flach ins Netz.

Aber noch war das Spiel nicht gelaufen. Bero Mitte offenbarte zwar im weiteren Verlauf konditionelle Schwächen, mobilisierte aber vor der Pause noch einmal seine Kräfte. Ein direkter Freistoß strich in der 30.Minute nur knapp über das Lattenkreuz, und in der 32.Minute lud Mahlsdorf Bero noch einmal ein, ein Tor zu markieren. Juli spielte einen katastrophalen Fehlpass genau in die Beine des schnellen 11ers, der umkurvte Ole und Tom, ließ sich dabei aber nach außen abdrängen. Er konnte aber den Ball noch quer in die Mitte spielen, wo ein Bero-Akteur diesen klasse kontrollierte, sich um Leo drehte und sehr schön aus der Drehung flach und scharf das lange Eck anvisierte. Flo wäre chancenlos gewesen, doch der Ball strich um Zentimeter am Pfosten vorbei.

Da Leo in der Halbzeit mitteilte, dass der Knöchel doch zu stark lädiert war, um weiterzumachen, gingen ein wenig die Abwehrspieler aus (Otti war privat verhindert und gar nicht im Kader). Lucas hatte aber angezeigt, spielbereit zu sein, und gab nach der Pause den zweiten Innenverteidiger, Damien löste Ole ab, der sich gegen den besten Spieler der Gäste gut gewehrt, aber doch einige Male das Nachsehen gehabt hatte. Die Ansage an das Team war klar: Die erste Halbzeit war eine Katastrophe, die Führung war nicht nur schmeichelhaft, sondern unverdient. Es wurde noch einmal deutlich gemacht, dass es so nicht funktioniert, sondern die Außen ihre Positionen halten müssen, die Außenverteidiger sich aktiver in das Angriffsspiel einschalten müssen und die Pässe im Mittelfeld raumgreifender sein und die freien Außen suchen müssen. Die Umsetzung gelang mit zunehmender Spielzeit immer besser, wenn es auch weiterhin ein paar gefährliche Situationen zu überstehen gab. Der heute etwas indisponiert wirkende Tom hatte in der 41.Minute den Ball im Strafraum bereits sicher abgelaufen, aber statt ihn zurück zu Flo oder nach außen zu spielen, ließ es sich im Strafraum auf einen Zweikampf mit seinem Gegenspieler ein. Der nahm Tom das Leder an der Kante Grundlinie-Strafraumlinie vom Fuß und wurde dann von Tom zu Fall gebracht. Der Spielleiter verlegte den Ort des Geschehens netterweise nach außerhalb des Sechzehners, und der Freistoß verpuffte. Hier hätte sich Mahlsdorf aber über einen – komplett unnötigen – Elfmeter jedoch nicht beschweren dürfen.

Danach aber war die Eintracht das dominierende Team. Einen langen Ball von Lucas verteidigte Bero viel zu hoch, so dass Tarik und Kilian aus der eigenen Hälfte durchstarten konnten. Leider legte sich Kilian den Ball mit dem Knie etwas zu weit vor, dass der herauseilende Torhüter abwehren konnte (42.). Vor allem über die linke Seite, wo Imad Julien unterstütze, war Mahlsdorf jetzt sehr gefährlich. In der 44. Minute setzte Julien aus zentraler Position einen schönen Lupfer an, doch der erneut hervorragende Keeper der Gäste machte sich ganz lang und hielt diesen Lob sogar fest. Kurz danach scheiterte wieder Julien aus halblinker Position an einer tollen Fußabwehr des Torhüters, der im Anschluss auch einen gefährlichen Schuss von Juli entschärfen konnte. Drei gute Möglichkeiten binnen 90 Sekunden zunichte gemacht. War das wieder das Abschlussproblem? Es schien fast so. In der 52.Minute steckte Juli toll auf Julien durch, der mit einem allerdings eher mittelprächtigen Versuch von halblinks am Keeper scheiterte. Jetzt aber hatte Mahlsdorf das Spiel im Griff. Lucas bot hinten eine gute Vorstellung, lief alle Bälle ab und öffnete das Spiel immer wieder gut, indem er die Bälle auf Juli und Imad verteilte. Juli und Friedi suchten und fanden sie Außen, Mahlsdorf zeigte in den letzten zwanzig Minuten einige richtig schöne Ballkombinationen inklusive Direktspiel.

Schrieb ich gerade, Mahlsdorf hatte das Spiel im Griff? Fast. Aber in der 53.Minute verlor die Eintracht rechts den Ball, Tom trat ein Luftloch über die Flanke und Flo war erneut im Eins-gegen-eins gefordert. Danach stand es 2:1 für Flo gegen die Bero Mitte Spieler, denn er blieb lange stehen und parierte hervorragend. Mit den Anschlusstreffer hätte es vielleicht noch einmal spannend werden können, aber so machte Friedi zwei Minuten später den Deckel drauf. Er fing einen schwachen Pass der Gäste ab und überwand den Torwart mit einem Schuss aus 18 Metern unter die Latte. Weitere zwei Minuten später konnte auch Julien gegen den Gästekeeper punkten. Juli hatte den Ball über die Abwehrreihe in seinen Lauf gelupft, Julien kam vor dem herausstürzenden Torhüter an den Ball und hob ihn in die Mitte, wo Kilian nur noch den einstolpern musste. Juli per Kopf nach einer Ecke (61.) und Kilian aufs kurzer Entfernung (66.) zielten zu hoch. Jimmy zunächst zu genau, nachdem Kilian ihm den Ball rechts schön in den Lauf gelegt hatte (67.) -.der Abschluss strich knapp am langen Pfosten vorbei. Dann aber zeigte die Eintracht noch eine hervorragende Kombination. Friedi verlagerte das Spiel mit einem Pass auf rechts auf Damien, der legte direkt weiter auf den eingerückten Kili, der ebenfalls direkt weiter nach außen auf Jimmy ablegte. Jimmys Schuss nach guter Ballmitnahme landet im kurzen Eck im Winkel.

Wenig später war mit einem standesgemäßen Sieg nach einer mit zunehmender Spielzeit immer besser gewordenen Vorstellung der Eintracht Schluss. Übrigens: Abermals galt auch heute, Geduld, verbunden mit dem Umsetzen der Vorgaben und besserer Ballverteilung, ist eine Tugend!

Aufstellung: Flo – Imad (65.Ole), Tom (65.Imad), Leo (36.Lucas), Ole (36.Damien) – Juli, Friedrich – Julien, Danilo (60.Jimmy), Jimmy (25.Kilian) – Tarik (50.Jannes); Tore: 0:1 (10.), 1:1 (17.) Eigentor, 2:1 (20.) Friedrich, 3:1 (24.) Tarik, 4:1 (55.) Friedrich, 5:1 (57.) Kilian, 6:1 (68.) Jimmy

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