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B2-Junioren unterliegen unglücklich, aber verdient

Sonntag, 6. September 2020:
Empor Berlin B3 – Eintracht Mahlsdorf B2 … 3:0 (0:0)

Mit quasi dem letzten Aufgebot startete die B2 in die Saison 2020/21. Keine Kabinen, Umziehen direkt am Platz, erst 30 Minuten vor Spielbeginn wurde das Aufwärmen auf dem Spielfeld erlaubt. Kein Schiedsrichter angesetzt, obwohl es doch angesichts der wenigen Spiele pro Spieltag genug Sportkameraden an der Pfeife geben sollte. An alledem lag es aber nicht, dass die Eintracht bei den B3-Junioren von Empor unterlag. Der Schiedsrichter vom Heimverein machte seine Sache bis auf ein paar Fehlentscheidungen zugunsten seiner Truppe auch alles in allem nicht schlecht.

Mahlsdorf musste wegen mehrerer Verletzungen und angesichts des am gleichen Tag ausgetragenen Testspiels der ebenfalls schon zu Saisonbeginn knapp besetzten B1 über 90 Minuten mit einem Torhüter im Feld und quasi ohne Alternativen auf der Bank auskommen. Dass Dustin nach wenigen Minuten mit Wadenproblemen auch noch passen musste, passte ins Bild. Während die Abwehrleistung um die sehr starken Max im Kasten und Tom in der Innenverteidigung absolut überzeugte, gelangen in den ersten 60 Minuten praktisch keine Entlastungsangriffe. Aber das Abwehrbollwerk hielt mit großem Einsatz und hin und wieder ein wenig Glück lange dem Dauerdruck stand. Besonders einfallsreich präsentierte sich Empor bei seinen Angriffsversuchen dabei nicht.

Nach dem Seitenwechsel übernahmen Imad und Julien zunehmend die ihnen zugedachten Defensivaufgaben, und mit fortlaufender Spielzeit wurde die Eintracht sogar hin und wieder in der gegnerischen Spielfeldhälfte aktiv. Abschlüsse blieben dennoch Mangelware. Ein Schussversuch von Thomas wurde geblockt, Tom setzte einen Kopfball nach einer Ecke zu hoch an. Empor seinerseits hatte zwar eine drückende Feldüberlegenheit zu bieten, war aber am Strafraum mit seinem Latein meist am Ende. So waren es immer wieder nur Freistöße, die für Gefahr sorgten, denn die durchweg schlappen Fernschüsse waren für Max kein Problem.

Fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit versäumten es die Mahlsdorfer allerdings, links konsequent zu klären. Der Abschluss aus 15 Metern wurde von einem Abwehrrücken unhaltbar für Max abgefälscht. Der aufopferungsvolle Kampf war umsonst gewesen. In der nicht wirklich nachvollziehbaren Nachspielzeit erhöhten die Gastgeber noch um zwei Treffer, womit der Sieg angesichts der kämpferischen Einstellung der Eintracht um mindestens ein Tor zu hoch ausfiel. Schade, dass es nicht gereicht hat, einen Punkt zu ermauern. Auch wenn wir nach vorne kaum stattgefunden haben, war nach dem Seitenwechsel doch noch ein Ruck festzustellen, und vor allem stellten wir dann mit entsprechender Positionstreue und Laufbereitschaft einen Riegel auf, den Empor erst kurz vor Toresschluss knacken konnte.

Großes Lob geht an Flo, der eigentlich im Kasten steht, aber auf der ungewohnten Rechtsverteidigerposition überzeugte. Das gilt umso mehr, als er vor der Halbzeit von Imad quasi keine Unterstützung erhielt. Nach dem Seitenwechsel war Imad dann allerdings nicht wiederzuerkennen, spielte im rechten Mittelfeld plötzlich, was er sollte und sorgte mit dafür, dass es lange beim 0:0 blieb. Flos Pendant auf links, Justin, warf sich immer wieder in die Bälle, Markus überzeugte im Mittelfeld durch hohe Laufbereitschaft, und bei Damien war in der zweiten Halbzeit immerhin ansatzweise zu erkennen, dass er mit seinem Körper vorne durchaus nicht ganz fehl am Platz sein kann.

Gegen einen mit einer Ausnahme ausschließlich mit 2004ern in der Startelf angetretenen Gegner verlor die Eintracht am Ende absolut verdient, aber dennoch ziemlich unglücklich. In den nächsten Wochen wird unser Kader wieder mehr Alternativen zu bieten haben, und Empor dürfte sich im weiteren Saisonverlauf als einer der stärkeren Gegner erweisen, also bitte die Köpfe nicht hängen lassen. Steigerungsbedarf und -potential ist beides nicht zu leugnen.

Kommenden Samstag, 12. September 2020, geht es zu einem Test nach Grünau. Landesliga-Aufsteiger BC 17 wird sicher auch kein Aufbaugegner werden, aber es gilt jetzt eben auch, mit unseren Aufgaben zu wachsen (Anstoß 13.30 Uhr, Kunstrasen Kirchsteig 101, 12524 Berlin).

Aufstellung: Beyer – Hornemann, Bothe, Herrmann, Wiede – Reinke, Shardt (10.Krausch/30.Schmidt) – Hill, Schmidt (30.Elsholz/47.Krausch/69.Kletzer), Kletzer (47.Elsholz); Tore: 0:1 (75.), 0:2 (80.), 0:3 (80.+3)

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