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B1 – U17 gewinnt Wasserschlacht

28.9.2019:  Nordberliner SC B1 – Eintracht Mahlsdorf B1 ….. 1:2 (1:1)

B-Junioren drehen die Partie und gehen mit Erfolg in die Herbstferien

Malte ist unter der Woche mit Maurice und Kenan im ÖPNV zum Spiel nach Oranje gefahren. Da tauschten sich die Jungs über Spielerlebnisse aus der Vergangenheit aus. Mit dem 2:1-Erfolg in Tegel ist eine weitere – zwar nicht epische – aber zweifelsohne erinnerungswürdige Partie dazugekommen.

Die Partei begann auf nassen Geläuf, zunächst ohne Regen, der dann aber nach einer Viertelstunde einsetzte und noch eine wichtige Rolle spielen sollte. Langer Ball von Kenan in den Lauf von Niko, der aber nicht Richtung Tor zieht, sondern abbricht und damit den Spielzug zu nicht macht. In der zweiten Minute war ein Nordberliner Spieler nach Fehlpass von Tom durch, aber er stand deutlich im Abseits. Überhaupt standen die Angreifer der Gastgeber mit dem Abseits etwas auf Kriegsfuß, denn sie liefen im weiteren Spielverlauf immer wieder hinein, obwohl die Eintracht überhaupt nicht auf Abseits spielte.

Neun Minuten waren in einer ausgeglichenen Partei gespielt, als die Eintracht in Rückstand geriet. Dat spielte Tom unter Druck an, der den Ball verliert. Durchgesteckt in die Mitte, wo Kenan seinen Gegenspieler wegblockt, um Amin ca. 15 Meter vor dem Kasten an den Ball zu lassen. Der hätte die Murmel aufnehmen oder nach außen klären können, schoss aber den Gegner an, von dessen Schienbein das Leder über die Linie ins Tor rollte. Der Torschütze wusste dabei überhaupt nicht, wie ihm geschah, ein ganz dummes und ärgerliches Ei. Der Rückstand führte dazu, dass die Eintracht-Spieler die Köpfe hängen ließen (und zwar wörtlich) und sich gegenseitig Vorwürfe machten, wenn Aktionen nicht gelangen. Nordberlin nutzte die sich ergebenden Möglichkeiten aber nicht aus. Mahlsdorf bekam links hinten keinen Zugriff, aber der Abschluss vom Strafraumeck segelte einen Meter über die Latte (13.). Kenan klärte einen auf das kurze Eck gezogenen Eckball per Kopf (16.). Erst nach zwanzig Minuten zeigte sich auch die Eintracht mal gefährlich vor dem gegnerischen Tor. Shadi wurde von Dat im zweiten Versuch an der linken Außenlinie freigespielt, zog in den Strafraum, aber schloss mit einem Schüsschen ab. Wenig später eroberte Shadi den Ball in der Box, setzte sich zur Grundlinie durch und woltle in die Mitte quer legen, aber seine Hereingabe fand keinen Mitspieler und wurde geblockt. Die Gastgeber zeigten sich vor allem hinten rechts anfällig, Mahlsdorf hatte nun ein Übergewicht. In der 29. Minute schnappte sich Maurice an der Mittellinie den Ball und stürmte durch seine Gegenspieler hindurch mittig Richtung Tor. Pass auf Till an der Strafraumkante, der zu lang zögert und sich festspielt. Maurice stürzt sich ins Getümmel, legt sich den abgeblockten Ball in den Sechzehner, wo er von zwei Gegenspielern ein wenig in die Zange genommen zu Fall kommt. Pfiff des Schiedsrichters, Strafstoß. Erstaunlich, nachdem er zuvor mehrere Fouls an Maurice nicht gesehen haben wollte, zögerte er diesmal nicht, als unser Großer ins Fallen geriet. Gewohnt souverän verwandelte Maurice höchstselbst den Elfmeter zum Ausgleich. Fünf Minuten später, bei mittlerweile strömendem Regen, tankte sich Maurice erneut durch die Mitte durch, aber sein Abschluss aus 17 Metern wurde in letzter Sekunde zur Ecke geblockt. Auf der Gegenseite parierte Amin einen 20-Meter Schuss nach Fehlpass von Kenan im Spielaufbau ohne Schwierigkeiten (36.). Wieder vor dem Nordberliner Kasten setzte Kenan Paul ein, dessen Schussversuch abgewehrt wurde und zu Shadi prallte, der nach kurzer Kontrolle am Schuss gehindert wurde, indem sein Gegner ihm den Ball zur Ecke wegspitzelte, die nichts einbrachte.

Nach dem Seitenwechsel regnete es weiter, dazu kam aber ein heftiges Donnergrollen. Der Schiedsrichter pfiff die zweite Halbzeit dennoch an. Der eingewechselte Jamy zog aus 18 Metern ab, aber keine Problem für Nordberlins Torhüter. Dann blitzte es kurz, und der Schiedsrichter bat die Teams in die Kabinen. Klitschnass, das Wasser lief schon in die Kabine hinein, aber zum Glück gab es kein Gewitter, so dass die Begegnung fortgesetzt werden konnte. Zunächst unter extremen Bedingungen, denn die Wassermassen konnte der Kunstrasen nicht so schnell aufnehmen, so dass sich schnell Pfützen gebildet hatten. Die Eintracht begann jetzt, zu versuchen, ein Kurzpassspiel aufzuziehen – wundersamerweise rollte der Ball auf diesem Boden nicht. Nach mehreren verzweifelten Versuchen der Trainer, die Spieler dazu anzuhalten, ihre Köpfe einzuschalten und hohe Bälle zu spielen, wurde das dann endlich umgesetzt. Trotzdem kam zehn Minuten lang kaum ein Spiel zustande, ehe der Regen nachließ und der Platz sich wieder “normalisieren” konnte. Auch wenn der Referree nach der Partie meinte, dieses Spiel habe keinen Verlierer verdient gehabt, war nun die Eintracht die deutlich aktivere und spielbestimmende Mannschaft, die auch mehr und größere Torchancen hatte. Nordberlin kam noch zweimal gefährlich vor das Gehäuse der Eintracht, die selbst reihenweise Möglichkeiten herausspielte. Der Siegtreffer, den Kenan per Kopf erzielen sollte, war daher absolut verdient – aber dazu später mehr. Bei der besten Gelegenheit Nordberlins musste Paul Kopf und Kragen riskieren, tat das aber erfolgreich: das heißt, Kopf und Kragen blieben dran und Paul unterband den Angriff 25 Meter vor dem eigenen Kasten erst durch einen Block, und dann grätschte er den Ball auch noch vor dem Angreifer weg zum eigenen Mitspieler. Vorher hatte die Eintracht einmal mehr Probleme bei der Verteidigung nach eigenen Ecken gezeigt. Langer Befreiungsschlag, eigentlich genau auf Dat. Der versucht – einmal mehr – statt mit Oberkörper, Kopf oder meinetwegen auch den Eiern zum Ball zu gehen und diesen einfach erst einmal zu blocken, mit dem erhobenen Fuß zu klären. Hallo, Dat! Der Fuß hat die kleinstmöglichen Trefferfläche und in so einer Situation da oben nichts zu suchen. Du musst Flug des Balls unterbrechen und die Richtung ablenken, egal wie – wobei, nicht egal wie: egal wie mit dem Kopf oder Körper, nicht mit dem Fuß! In der aus diesem Faux-Pas resultierenden Eins-gegen-eins Situation des Angreifers gegen Paul stellte sich unser Schnapper erheblich geschickter an und rettete das zwischenzeitliche Unentschieden (67.).

Zu erst einmal zu unseren Tormöglichkeiten: In der 60. Minute kombinierte sich die Eintracht toll nach vorne. Niko von links auf Tom, der zu Till ablegt. Till sieht Kenan zentral 18 Meter vor dem Tor ganz frei und spielt ihn mustergültig in den Fuß. Gute Annahme, kurze Drehung, Schuss, aber der Torwart macht sich lang und klärt mit einer starken Parade zur Ecke. Die fliegt gefährlich in die Mitte, wird aber von einem Abwehrspieler auf der anderen Seite ins Toraus bugsiert. Nächster Eckball auf den langen Pfosten. Kopfball Jamy, der nicht über den Ball kommt. So fliegt das Leder in hohem Bogen Richtung langer Winkel, wo Till gewartet hätte. Aber der Ball tropft an die Unterkante der Latte und von dort so unglücklich wieder ins Feld, dass Till nicht drankommt und Nordberlin klären kann. Positiv für das Eintracht-Spiel nach vorne wirkte sich die Umstellung aus, die die Spieler aus Eigeninitiative forderten und vornahmen: Kenan rückte nach vorne und Till und Maurice beide eine Position nach hinten. In der 63.Minute fängt Till ein Dribbling der Gastgeber ab, passt auf Kenan, dessen Gewaltschuss der Keeper nach vorne klatschen lässt. Bevor aber ein Angreifer einlaufen konnte, nahm der starke Torwart den Ball im Nachfassen dann doch selbst auf. Nach 69 Minuten zeichnete sich auch der Nordberliner-Keeper aus, indem er in einer Angriffssituation gleich dreimal Schüsse aus 15 Metern abwehrte. Zweimal gegen Kenan von halbrechts. Kenans erster Schuss wurde ihm selbst in die Füße abgewehrt, der zweite Versuch auf das lange Eck dann zur Seite weg. Dort erlief Niko den Ball und legte auf Jamy ab, der aus zentralerer Position aber auch seinen Meister im Torhüter fand. In der 71.Minute ließen die Gastgeber einen Abschlag von Paul ticken, Kenan holte sich das Spielgerät und zog rechts durch. Seine Hereingabe auf Niko klärte ein Verteidiger in höchster Not über die eigene Latte zum Eckball. Dann wurde die Eintracht endlich belohnt: Herr Schwarzer meinte Sekunden vor der Eckballausführung noch: “Kenny muss jetzt hinten einlaufen.” Lang gezogene Flanke von Niko, Kenan köpft vom Fünfereck in die Maschen (77.). Aber das Spiel war noch nicht vorbei. Trotz Führung blieb Niko vorne stehen, Dat sah sich hinten rechts zwei Gegnern gegenüber und konnte folgerichtig die Hereingabe nicht verhindern. Maurice Befreiungsversuch gerät viel zu kurz, so dass ein Angreifer im Strafraum an den Ball kommt. Ob das, was folgte, ein Torschuss oder eine Ablage (ins Nichts) sein sollte, werden wir nie herausfinden, kann aber auch egal sein. Der Ball trudelt ins Leere, Mahlsdorf mit Ballbesitz, und wenig später beendete der gut leitende Schiedsrichter das Spiel.

Sorry an Felix und Cedric, dass Ihr heute überhaupt nicht zum Einsatz gekommen seid, aber mit der Unterbrechung und den Witterungsbedingungen war das heute einfach schwierig. Kalt und nass ins Spiel laufende Spiel zu kommen, stellt sowohl eine erhöhte Verletzungsgefahr dar und führt meistens auch nicht zu Hochleistungen. Ihr werdet schon bald wieder Eure Gelegenheit bekommen, Euch zu beweisen, wie heute Dennis und Sergiu, die ihre Sache auf der ungewohnten Rechtsverteidigerposition beide hervorragend gemacht haben. Wegen der Ferien nicht schon nächste Woche, aber das steht bei den Trainern auf dem Zettel.

Aufstellung:  Amin (41.Paul G.) – Dat, Jeremy, Kenan (63.Maurice, 79.Kenan), Dennis (41.Sergiu) – Maurice (63.Till, 79.Maurice), Tom – Niko, Till (63.Kenan, 79.Till), Shadi – Paul M. (41.Jamy); nicht eingesetzt: Felix, Cedric; Tore. 0:1 (9.), 1:1 (29.Foulelfmeter) Maurice, 2:1 (77.) Kenan; Gelbe Karten: KEINE! (Anmerkung des Schiedsrichters im Spielbericht: So muss es sein; das Kundtun einer anderen Meinung ist für mich zulässig – wenn es ausschließlich dabei bleibt, kein weiteres Dementi oder Kritik am Unparteiischen. Danke beiden Mannschaften!)

Übrigens: Pokalauslosung ist am 8. Oktober, die Zwischenrunde wird am 30. Oktober gespielt.

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