Single Blog Title

This is a single blog caption

B1 – Souverän geht anders

15.9.2019:  CFC Hertha 06 B1 – Eintracht Mahsldorf B1 …. 2:3 (0:1)

Nicht schön, nicht souverän, aber am Ende erfolgreich – mehr als die drei Punkte interessieren am Ende keinen!

Hertha 06 hatte um eine Verlegung gebeten (wegen Klassenfahrt). Wir hatten dankend abgelehnt, da uns bei einem Spiel unter der Woche in Charlottenburg diverse Spieler gefehlt hätten. Überraschend – nun ja…  – lief der CFC in voller Besetzung auf.

Die Eintracht tat sich schwer, ins Spiel zu kommen. Bevor wir den ersten Schuss auf das Tor der Gegner abgaben, hatte der CFC schon zwei Versuche gestartet, die aber daneben gingen bzw. von Amin locker aufgenommen wurden. Die erste BSV-Chance hatte Niko nach Querpass von Shadrack, den Till eingesetzt hatte (3.), aber das Schüsschen wurde eine lockere Beute für den Gästetorwart. Es folgte ein längeres Abtasten mit wenig Torszenen. In der 17. Minute hatte die Eintracht eine Freistoßchance von halblinks aus 24 Metern, aber Kenans Versuch wurde von der Mauer zur Ecke abgewehrt. Felix, der heute ohnehin nicht seinen besten Tag hatte, knickte um und musste weni später durch Sergiu ersetzt werden, Till rückte zurück auf die Sechs. Das nahm Maurice zum Anlass, vom “faulen” Sechser auf weniger defensiv fokussiert umzuschalten, was zu einigen Lücken führte. Halbchancen in der 24. unf 25. Minute für Maurice und Niko verpufften erfolglos. Der CFC begann sich ob der Hilflosigkeit der Mahlsdorfer im Spiel nach vorne, immer stärker zu wehren und selbst aktiv zu werden. Langer Ball von rechts in den Strafraum, Hung unterläuft die Murmel. Amin dreht einen doppelten Rittberger, doch der Abschluss trudelt – zum Glück für die Eintracht – doch recht deutlich am langen Pfosten vorbei.

Nach der Einwechselung von Cedric für Paul gab es Eckball für Mahlsdorf. Der Torwart bekommt die Pranken an die Flanke und verlängert das Ei auf den langen Pfosten, wo Kenans Schussversuche gleich zweimal geblockt werden (30.). Hertha wurde immer mehr eingeladen, mitzuspielen. Maurice verliert Ball im Zweikampf Mitte der gegnerischen Hälfte den Ball, schneller Pass auf den rechten Flügel. wo Dat gegen seinen Gegenspieler grätscht. Vorbeigegrätscht, der Gegner fädelte glücklicherweise nicht ein, sondern zog weiter in Richtung Tor, aber seinen guten Abschluss parierte Amin mit einer hervorragenden Fußabwehr (32.). Kurz danach zögerte Amin beim Rauskommen mal wieder Kenan wollte den Ball wegschlagen, aber der Versuch in die Mitte misslang. Zum Glück brauchte der gegnersiche Angreifer eine gefühlte Ewigkeit, den Ball an der Strafraumkante zu verarbeiten, so dass die Eintracht klären konnte. Zwei Minuten später ein Riesenauftritt von Maurice: In der eigenen Hälfte unter Druck angespielt, setzt er sich gegen zwei Gegner durch und wird vom dritten mit offensichtlich unfairen Mitteln zu Boden gestreckt. Ärger geschluckt, kurz konzentriert, und dann umgesetzt, Ganz unhaltbar war Maurices flach getretener Freistoß aus 26 Metern sicher nicht, aber vollkommen egal: Tor!

In der Halbzeit wurden Defizite angesprochen, aber wie schnell ersichtlich wurde, leider nicht gelöst. Denn nur fünf Minuten nach dem Seitenwechsel lag der CFC sogar vorne. Dat und Jeremy ließen eine langen hohen Ball ticken, ein Gegerspieler spritzt dazwischen, hohe Kerze in die Mitte, wo Amin auf der Linie klebt und Hung viel zu weit weg von seinem Gegenspieler ist. Den Kopfball hätte auch meine Uroma in die Maschen gesetzt. Schock! Nun ja, ein bisschen. Dat war jetzt plötzlich für einige Minuten komplett überfordert. Dir Nr. 20 tanzt ihn aus und schießt ans Außennetz (43.). Dann hat Dat gut drei Meter Vorsprung und satt Zeit, um in den Ball zu gehen und diesen z.B. mit der Brust mutzunehmen. Denkste – Dat versucht, den Ball auf Schulterhöhe mit dem Fuß zu spielen, aber die Bewegung des Fußes nach oben dauerte zu lange bzw. der Ball fiel nicht schnell genug runter. Da hatte der Angreifer das Leder schon weggespitzelt, und Sekunden später zappelte der Ball im Tor zum 1:2.

Die Eintracht hatte total den Faden verloren. Niko und Shadrack liefen sich immer wieder fest, und auch das Meckern ging wieder los. Dafür sah Till dann gelb (48.). Gefährlich war die Eintracht kaum aus dem Spiel heraus, sondern nur nach Standards. Nach einer der zahlreichen Ecken fiel der Ausgleich. Niko zirkelt den Ball auf den Elfmeterpunkt, aber Kenan wird hinten im Strafraum gehalten und gestoßen. Lauter Schrei, mittellauter Pfiff, kurze Verwunderung, was nun Sache ist, und dann die Erleuchtung: Straßstoß. Ganz unberechtigt war der angesichts des Ziehens und Stoßens nicht, aber unbedingt geben muss man ihn auch nicht. Maurice verwandelte ganz trocken (55.). Der nächste Angriff hätte das 3:2 bringen können. Hoch auf Hung, der per (unsinnigem) Lupfer in den Strafraum weiterleitet, wo sich Till im Zweikampf behauptet, aber sein Schuss landet genau auf den Fäusten des Keeper. Jamy wurde ins Spiel gebracht, um den Ball zu halten und Ruhe reinzubringen. Er fügte sich gleich gut ein: Ecke auf den kurzen Pfosten, Jamy ist mit dem Kopf zur Stelle, aber der Torwart kann den Ball an die Latte und zur Ecke ablenken. Das 3:2 markierte Maurice, der nach einer Flanke von Till zentral an der Strafraumkante an den Ball kam, diesen stark behauptete und flach ins lange Eck vollendete. Der Torhüter der Gastgeber regte sich darüber so aus, dass er des Feldes verwiesen wurde. Wofür es den roten Karton gab, ist unklar, aber jedenfalls das Verhalten im Anschluss, wo er sich an das Publikum des CFC Hertha anpasste und den Schiedsrichter wüst beschimpfte, rechtfertigt eine mehrwöchige Sperre. Der Platzverweis spielte uns natürlich in die Karten, aber richtig souverän spielten wir die Partie nicht herunter. Aber es reichte trotz neuneinhalb Minuten (!) Nachspielzeit, die der verängstigte Schiedsrichter den Herthanern und ihrem aggressiven Publikum noch zubilligte. Schon ein Hammer: sechs Minuten waren angesagt, wobei bis zum 3:2 kein Team auch nur irgendeinen Grund für Zeitspiel hatte und bis auf die Diskutiererei der Gastgeber nach dem Platzverweis auch sonst keine Zeit verloren ging.

Der CFC versuchte es in der verbliebenen Zeit auch mit einem Mann weniger, den Ausgleich zu erzielen. Die größeren Chancen hatte aber jetzt Mahlsdorf. Frontalangriff Till, Doppelpass mit Cedric, Till legt den Ball rechts an der Abwehr vorbei, wo er – zufällig – bei Niko landet, dessen Abschluss der CFC-Ersatzkeeper aber sicher parierte. Schon in der Nachspielzeit setzte sich Jamy am rechten Flügel durch, aber seine gute flache Hereingabe erwischt Paul am langen Pfosten leider auf dem falschen Fuß. Die schon erstaunliuch langen 6 Minuten “normale” Nachspielzeit dehnte der Schiedsichter noch weiter aus. CFC Hertha 06 warf in Unterzahl alles nach vorne. Die Eintracht warf – erstaunlicherweise – nicht alles in die Wagschale, sondern es schien, dass einige den Ernst der Lage und die Notwendigkeit, im Abwehrverbund mitzuarbeiten, nicht verinnerlicht hatten. Aber es war egal, denn das Gegentor konnte vermieden werden. Ein unberechtigter Freistoß aus 27 Metern in der 80+9. Minute klatschte noch an den Außenpfosten, aber da wäre Amin wohl zur Stelle gewesen. Am Ende war die zehnte Minute der Nachspielzeit angebrochen, als endlch auch der Referree ein Einsehen hatte und die Begegnung beendete. Auch wenn wir nur B-Jugendliche sind, kann jetzt jeder von 06 und der Eintracht behaupten (außer er wurde aus- oder eingewechselt), dass er 90 Minuten durchgespielt hat.

Aufstellung: Amin – Dat (59.Hung), Jeremy, Kenan, Hung (59.Dat) – Maurice, Felix (20.Till) – Shadrack (60.Niko, 85.Cedric), Till (20.Sergiu, 30.Cedric, 60.Shadrack, 62.Jamy), Niko (60.Cedric, 80.Paul) – Paul (30.Sergiu, 62.Shadrack, 74.Dennis); Tore: 1:0 (37.) Maurice, 1:1 (41.), 1:2 (44.), 2:2 (54.Foulelfmeter) Maurice, 3:2 (66.) Maurice; Gelbe Karten: Till (51.), Kenan (60.), Paul (82.)

Leave a Reply