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B1 – Plötzlich Unentschieden

8.12.2019: BFC Preussen B2 – Eintracht Mahlsdorf B1 ….. 1:1 (1:1)

Norbert sagt…: Erste Hälfte hui, zweite Hälfte nicht so hui!

Die ersten elf Spiele der Saison ging die B1 der Eintracht entweder unter (dreimal) oder gewann nach achtzig Minuten und ging mit drei Zählern nach Hause (achtmal). In den letzten beiden Spieler vor der Winterpause trennte man sich unentschieden, allerdings auch diesmal wieder nicht “schiedlich friedlich”. Im Gegenteil: In der Nachspielzeit war die Aufregung groß, nachdem ein Spieler der Heimmannschaft gegen Niko an der Mittellinie heftig eingestiegen war und den Fuß drübergehalten hatte. Durch die Proteste und Rudelbildung, die sich an dieses üble Foul anschloss, sah sich der insgesamt wenig überzeugende Schiedsrichter korrekterweise dazu angehalten, die Begegnung mit dem Schlusspfiff zu beenden. Schade, denn dieser Standard in letzter Sekunde hätte der Eintracht sicher noch eine Chance zum Siegtreffer geboten. So endete die Partie letztlich leistungsgerecht 1:1.

Mit gut zehn Minuten Verspätung wurde das Spiel angepfiffen. Das lag nicht daran, dass die Eintracht zu frühester Stunde verspätet angereist gewesen wäre – im Gegenteil waren diesmal alle inklusive Amin pünktlich -, sondern daran, dass der Referee sich Zeit ließ. Die ersten zehn Minuten gehörten den wachen Gästen. Till lenkte einen Eckball am kurzen Pfosten knapp über die Latte (3.), dann setzte Till Kenan ein, dessen satter Schuss aber eine sichere Beute des Schlussmanns der Preussen wurde (6.). Die Heimelf kam erst nach einer Viertelstunde zum ersten gefährlichen Angriff. Hung verlor den Ball in der Vorwärtsbewegung, schneller Querpass und Abschluss aus 18 Metern, aber die Murmel verfehlte das vor der Pause von Paul souverän gehütete Tor. Im Gegenangriff klärte der Torhüter der Gastgeber vor dem durchgestarteten Tim. Es folgten fünf ganz starke Minuten der Eintracht, die auch im Führungstreffer resultierten. In der 19. Minute fing Hung rechts hinten einen Pass ab, bediente Shadi, der am Strafraum flach quer auf Jamy legte. Dessen Schuss landete leider auch wieder direkt auf dem Keeper, der problemlos parieren konnte. Eine Minute später eroberte der eingelaufene Tim im Mittelkreis den Ball, nach einem Doppelpass war Shadrack rechts durch, aber seinen Schuss aufs kurze Ecke lenkte der Torhüter zur Ecke. Die wurde auf Tills Kopf gezogen, aber der Kopfball war einen Meter zu hoch angesetzt. Wieder zwei Minuten später fiel dann das Tor. Ecke diesmal von links auf den kurzen Pfosten, wo der Torwart eine seltsame Figur abgab und das Leder mit den Händen in die Mitte verlängerte. Till reagierte am schnellsten und nickte ein. In der 24.Minute ein Angriff der Preussen über unsere rechte Abwehrseite. Durchgesteckt, Paul zögert beim Herauslaufen, so dass der Angreifer den Ball an ihm vorbeilegen kann, aber Maurice klärte zur Ecke. Tims Schuss aus 21 Metern sauste einen guten Meter am linken Torpfosten vorbei (28.). Dann war wieder Preussen am Drücker. 34.Minute: ein Außenspieler läuft mit dem Ball ein und spielt vor unserem Strafraum quer ins Zentrum; nochmal abgelegt nach rechts, freie Schussbahn, aber Dat wirft sich in den etwas zu zögerlichen Abschluss und klärt. Im Gegenstoß zieht Kenan ab, aber der Ball fliegt über die Latte. Noch eine Minute später ein hervorragender Konter der Eintracht. Jamy verarbeitet einen Ball im Zentrum und legt auf den Flügel zu Shadrack. Dessen Hereingabe nach zehn Metern Sprint mit dem Ball findet wieder Jamy, der von der Strafraumkante abzieht. Leider wurde der Schuss geblockt, ob mit dem Körper oder mit den Armen, bleibt ungeklärt. Es ging jetzt Schlag auf Schlag – leider mit keinem guten Ende für uns. Nur 60 Sekunden nach Jamys Großchance lag der Ball auf einmal bei uns im Netz. Der bis dahin starke Dat unterschätzte einen Ball und ließ sich rechts im Strafraum düpieren. Der Gegenspieler spielte sich an der Grundlinie durch, die hinzueilenden Mahlsdorfer kamen, inklusive Paul, zu spät und der Schlenzer landete im langen Eck. Noch immer war nicht Pause, weiter ging es hin und her. In der 39. Minute trat Kenan einen Freistoß von rechts in den Strafraum, der Ball trudelte durch Freund und Feind hindurch und landete leicht abgefälscht am hinteren Pfosten. In der Nachspielzeit verfehlte dann ein Schuss der Gastgeber das Tor um Zentimeter, nachdem Tim die Rückwärtsbewegung verschlafen hatte und ein Gegner nach einem von Dat geblockten Schuss so ziemlich unbedrängt zum Nachschuss gekommen war. Eine Minute später zielte der BFC erneut daneben, dann war Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel spielte die Eintracht mit Amin statt Paul im Kasten, und Niko versuchte sich für Tim am linken Flügel. Wieder begann die Eintracht zielstrebiger. Langer Ball von Maurice auf Jamy, der auf Niko verlängert. Niko wieder auf Jamy, der unter Bedrängnis den Ball mit der Brust stoppt und mit einigen Verrenkungen zum Abschluss kommt, der aber sichere Beute des Torhüters wird (45.). In der 50.Minute verlängerte Niko einen langen Freistoß per Kopf in Richtung Tor, aber auch dieser Abschluss wurde sichere Beute des Torwarts. Es zeigte sich aber jetzt immer deutlicher, dass sich die Preussen besser auf die langen Bälle eingestellt hatten, und die Eintracht schaffte es – von wenigen Ausnahmen abgesehen – nicht, den Hebel umzulegen und mehr zu kombinieren. Ausnahme war die 54.Minute. Shadrack zieht vom rechten Flügel in die Mitte, setzt sich gegen vier Gegenspieler durch und passt auf Jamy, der mit dem Rücken zum Tor auf Till ablegt. Super verzögert, um den Ball nicht außen, sondern innen zu Niko durchzustecken. Nikos Abschluss landet im kurzen Eck, aber der Schiedsrichter entschied ohne zu zögern auf Abseits. Schade, das war eine richtig geile Kombination, eingeleitet von Shadis klasse Dribbling und dann super verarbeitet und abgeschlossen von allen Beteiligten. Die Eintracht stellte nun ungefragt im Mittelfeld um, Kenan und Till tauschten die Positionen, was dem Spiel nicht besonders zuträglich war. Nach vorne kamen nur noch lange und meistens zu ungenaue Bälle, in der Rückwärtsbewegung taten sich immer wieder Lücken auf gegen die sehr diszipliniert auftretenden Gastgeber. So erspielten sich die Preussen mehrere gute Chancen. In der 60.Minute ließ Hung sich rechts hinten düpieren, aber Amin war mit einer Fußabwehr gegen den Abschluss von links außen zur Stelle. Hin und wieder spielte Mahlsdorf aber doch noch mit. Eine Minute nach der Riesenchance des BFC verfehlte Till fünf Meter vor dem Tor eine scharfe Hereingabe nur knapp. In der 67. Minute flankte Till von links etwas zu weit, Niko erlief den Ball und brachte ihn von rechts wieder in die Mitte, wo Jamy auf Kenan ablegen wollte, jedoch ein Abwehrspieler sein Bein dazwischen bekam. Tormöglichkeiten der Gäste blieben nun aber immer mehr Mangelware, da die Bälle jetzt immer einfach herausgeschlagen wurden, statt den Mitspieler zu suchen. Mit der Auswechselung des angeschlagenen Jamy fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit waren die Angriffsbemühungen der Eintracht endgültig nur noch Makulatur. Zum Glück waren die Preussen mit ihrem Latein fünfundzwanzig Meter vor unserem Tor meistens am Ende. So ergaben sich nur noch zwei richtig große Chancen. In der 67.Minute waren unsere Defensivspieler einfach zu weit weg vom Gegner. Der Abschluss aus 22 Metern klatschte an die Latte, Maurice klärte den Abpraller nach außen, wo Hung den Ball gleich wieder verlor, aber Preussen konnte sich nicht entscheidend durchsetzen. In der letzten Minute der regulären Spielzeit kombinierte sich Preussen über rechts durch, Dat wurde überspielt und der Rückpass fand einen Angreifer, aber Maurice klärte in höchster Not zur Ecke. Vor allem in der Schlussphase war der Gastgeber das bessere Team, aber die ersten fünfundfünfzig Minuten bis zum nicht gegeben Führungstor spielte die Eintracht auch in der Vorwärtsbewegung eine starke Partie. Allerdings können wir heute, anders als letzte Woche beim JFC, von einem gewonnenen und hart erkämpften Punkt sprechen und insgesamt trotz der Probleme am Ende stolz auf eine starke Leistung zurückblicken.

Die Aufregung am Ende sollte so nicht passieren, aber anders als der Coach der Gegner es offenbar sah, lag hier die “Schuld” nicht allein bei der Eintracht. Das rüde Einsteigen leistete sich ein Spieler der Preussen, und die Provokationen von deren Zuschauern/Betreuern nach dem Schlusspfiff sind definitiv nicht die feine englische Art. Trotzdem haben wir uns so um eine letzte Chance gebracht, noch das 2:1 zu markieren und Karten gegen uns riskiert, wofür es letztlich keinen Grund gab und was wir auch unbedingt abzustellen versuchen sollten. Allerdings muss man sich auch nicht alles gefallen lassen und seinen Ärger immer runterschlucken…

Aufstellung: Paul G. (41.Amin) – Dat, Jeremy, Maurice, Hung – Till (58.Kenan), Tom – Tim (41.Niko, 64.Tim), Kenan (58.Till), Shadrack (64.Niko) – Jamy (75.Shadrack); Tore: 1:0 (22.) Till, 1:1 (36.); Gelbe Karten: Maurice, Kenan

 

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