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B1 – Chance verpasst

1.3.2020: Grün Weiß Neukölln – Eintracht Mahlsdorf B1 ….. 2:0 (1:0)

Desaströser Auftritt beschert Mahlsdorf eine hochverdiente Niederlage

Fehlende Einstellung bei regnerischem Wetter auf einem uralten Kunstrasen, der eher einer Tartan-Rutschbahn glich. Das war ein Satz mit x. Durch die Pleite verpasste es die Eintracht, die eigentlich gute Spielplankonstellation auszunutzen und aus den Unentschieden der Konkurrenz Viktoria Mitte, Borsigwalde und Füchse Kapital zu schlagen. Dabei begann er ganz gut: Langer Freistoß von Maurice, Jamy verlängert mit dem Kopf, Kenan läuft links durch, zieht aber aus 13 Metern freistehend am kurzen Pfosten vorbei. Dann aber begannen die Fehler. Stellungsfehler Hung, ein Gegenspieler ist frei durch, aber zum Glück hatte der Schiedsrichter eine Abseitsposition gesehen (6.). Dann ließen wir den Linksaußen gleich zweimal an der Grundlinie durchkommen. Die erste Hereingabe blockte Jeremy, den Ball nahm der Grün-Weiße aber auf, tankte sich wieder durch und schoss aus ganz spitzem Winkel an die Unterkante der Latte, von wo aus der Ball auf der anderen Seite ins Seitenaus prallte (9.). Umgehend wieder der Ballverlust, Flanke, Kopfball gegen einen komplett passiven Shadrack, aber der Innenpfosten rettete und der Ball sprang Paul in die Arme.

Anschließend verflachte das Spiel und es gab kaum noch Torchancen, aber die Eintracht hielt einfach die Positionen nicht und erlaubte dem Gastgeber viel zu viel Raum im Mittelfeld. Praktisch alle zweiten Bälle landeten bei Neukölln. In der 23. Minute verloren wir den Ball im Aufbauspiel, fünf Spieler blieben vorne stehen und setzten nicht nach. Unbedrängt konnte Neukölln den Pass in die Schnittstelle zwischen Links- und Innenverteidiger spielen. Jeremy setzten den Gegner unter Druck, dass dieser sich den Ball eigentlich zu weit vorlegte, aber der herauseilende Paul schoss den Angreifer an, von dessen Schienbein das Leder über die Linie trudelte. Immer wieder konnten die Gastgeber ungestört auf unsere Abwehrreihe zulaufen. Der angeschlagene Tom bekam keinen Zugriff, Shadrack war komplett von der Rolle, und Niko und Kenan widmeten sich anderen Tätigkeiten als dem Verteidigen. Nach einer halben Stunde klärte Felix in höchster Not zu Ecke. In den letzten Minuten wurde es etwas besser, immerhin fand die Eintracht nun auch wieder vorne statt. Allerdings nicht wirklich gefährlich, außer in der 35. Minute, als Kenan einen Freistoß von halbrechts, bei dem die Gastgeber eine Hereingabe erwarteten, direkt auf den kurzen Winkel schoss, aber um Zentimeter scheiterte. Der eingewechselte Paul traf zwei Minuten später in aussichtsreicher Position den Ball nicht. Mit dem Halbzeitpfiff zappelte der Ball wieder im Tor der Eintracht, aber zum Glück hatte der Stürmer nach einem super Angriff den Ball unter versehentlicher Zuhilfenahme der Hand aus kürzester Distanz über die Linie gedrückt.

Die Ansage in der Halbzeitpause lautete: Abhaken, beschissene Vorstellung, aber wir können und werden das besser machen. Doch wir müssen die Ruhe behalten. Von Einschlafen hatte der Trainer allerdings eigentlich nichts gesagt. Sekunden nach der Einwechselung von Till, der eigentlich mit einem Ziehen im Oberschenkel geschont werden sollte, hatte er selbst nach Freistoß von Niko eine gute Chance, die sich im Nachhinein als die größte Torgelegenheit der Eintracht herausstellen sollte. Die flache Hereingabe verlängerte Till mit der Fußspitze um 30 Zentimeter am rechten Torpfosten vorbei. Das war es aber dann auch schon mit dem Aufbäumen. Fortan ergaben sich Torchancen nur noch für die Grün-Weißen. In der 50. Minute hatten wir Glück, dass der Referree nach einem unglücklichen Einsteigen von Paul im Strafraum weiterlaufen ließ. Zwei Minuten danach hielt Paul erstklassig einen Schuss aus 13 Metern, wobei der Gegenspieler freie Schussbahn hatte nach einem Stellungsfehler von Jeremy. Den Abpraller klärte Maurice vor der Linie, den Nachschuss blockte Hung. In der 62.Minute  bekam die Eintracht einmal mehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Der Schiedsrichter berührte einen Ball, alle hörten auf, zu spielen, bis auf einen Neuköllner, der ungestört ins lange Eck vollendete; Paul streckte sich vergeblich. Fünf Minuten danach spielte die Innenverteidigung erneut am eigenen Strafraum klein-klein. Jeremys Versuch eines Passes nach links wurde abgefangen und gleich zwei Neuköllner fanden sich ganz allein vor Paul im Strafraum wieder. Den Schuss zu versemmeln, muss man erst einmal schaffen, und eigentlich hätte das bestraft werden müssen. Die Eintracht zeigte sich heute aber zu einfallslos und zu wenig einsatzbereit. Die Umstellung auf Dreierkette mit Kenan hinten zentral und Maurice im Sturmzentrum bewirkte zwar, dass wir wieder mehr nach vorne spielten, auch weil Neukölln sich zurückzog, um das Ergebnis zu verwalten. Aber richtig gefährlich wurde es nicht. Dafür spielte Mahlsdorf zu wenig einfallsreich. Ein Schussversuch von Shadrack, den der Torwart locker herunterfing (70.), läutete den eher lauen “Schlusspurt” ein. Nach einer schönen Kombination auf der linken Seite war der Schlussmann auch bei Tills Abschluss auf dem Posten (74.), und Jamys Rückzieher nach Kenans Hereingabe von rechte (76.) fand ebenfalls ihren Meister im Torhüter, der den Ball zur Ecke abwehrte. Zu wenig Engagement, unzureichende Positionstreue und Aufgabenerfüllung vor allem in der Rückwärtsbewegung  so reichte es gegen biedere, aber eben heute stärkere und effektivere Neuköllner nicht einmal zu einem eigenen Treffer, geschweige denn zu einem Punktgewinn.

Aufstellung: Paul G. – Tim, Jeremy (70.Kenan), Maurice, Hung – Felix (15.Kenan, 48.Till), Tom – Niko, Shadrack (30.Dennis, 48. Paul M., 62.Felix) – Jamy, Kenan (15.Felix, 30.Paul M., 48.Kenan, 62.Shadrack); Tore: 0:1 (23.), 0:2 (62.); Gelbe Karten: Tom, Jamy, Kenan; nicht eingesetzt: Amin

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