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B1 – 1:1 verloren!

30.11.2019:  JFC Berlin B1 – Eintracht Mahlsdorf B1 ….. 1:1 (0:1)

Jo hammer denn schon Weihnachten…?

Das dürften sich Spieler und Trainer des JFC mit einer unrühmlichen Ausnahme gefragt haben, nachdem sie zunächst von der Eintracht, dann aber auch vom Schiedsrichter große Geschenke erhalten hatten. Aus einer so deutlich überlegen geführten Begegnung am Ende nur mit einem Zähler herauszugehen, fühlt sich tatsächlich wie eine Niederlage an, dementsprechend enttäuscht und sauer waren auch die Reaktionen der Mahlsdorfer in der Kabine. Der Ärger entzündete sich zwar an der Schiedsrichterleistung, der nicht nur in mindestens zwei strafstoßreifen Situationen weiterlaufen gelassen hatte, v.a. aber den erneuten Führungstreffer von Maurice mit einer hahnebüchenen Erklärung aberkannt und kurz darauf den von der Mittellinie allein auf das Tor zulaufenden Jamy wegen vermeintlicher Abseitsposition zurückgepfiffen hatte. Eigentlich dürfte sich der Ärger aber mindestens in gleichem Maße gegen uns selbst gerichtet haben, da wir nicht nur zahlreiche Großchancen ausgelassen hatten, sondern den Gegner mit unseren Fehlern überhaupt erst wieder ins Spiel zurückgebracht haben. Aber der Reihe nach:

Vor der Begegnung war es eng mit Spielern, so dass wir mit Philippe und Marc Unterstützung aus der B2 erhielten. Philippe begann als Innenverteidiger, Marc kam letztlich nicht zum Einsatz und spielte doch bei der B2. Vielen Dank an dieser Stelle an Euch beide schonmal. Die ersten Angriffe fuhr der JFC, aber Philippe war zur Stelle. Den ersten Torschuss der Eintracht gab Hung in der dritten Minute ab. Kenan war rechts in den Strafraum eingedrungen, sein Rückpass auf Jamy wurde geklärt, Hung zog ab, aber deutlich drüber. In der fünften Minute dann eine Doppelchance der Eintracht: Jamy nimmt den Ball mit der Brust runter, lupft über die Deckungsreihe auf Kenan, dessen Linksabnahme am kurzen Eck vorbeirauscht. Der Gegenangriff wurde abgefangen. Maurice mit einem langen Einwurf auf Kenan, der mit den Haarspitzen auf Jamy verlängert. Dessen Lupfer von halbrechts tickt Zentimeter neben dem linken Pfosten ins Toraus. Dann war noch einmal der JFC gefährlich. Schlechter Pass von Amin auf Philippe, der den Ball gegen drei Gegenspieler nicht behaupten kann, jedoch vor dem Torabschluss mit einer Grätsche noch klärt. Überhaupt Amins Pässe heute – aber dazu kommen wir auch noch. Nach einer Viertelstunde war es wieder nur Mahlsdorf, das nach vorne spielte. Jamy flankt von rechts, der Torhüter erwischt den Ball gerade so vor Tim und lenkt ihn Richtung Shadi, der aber zu perplex ist und mit links keinen ordentlichen Abschluss zustande bringt. Zwei Minuten später endlich das Führungstor. Hung schirmt rechts hinten den Ball klasse ab, schiebt ihn zu Till, der longline Kenan in de Lauf spielt. Körper gut eingesetzt und den Ball behauptet, von der Strafraumlinie mit rechts abgezogen, flach ins lange Eck, keine Abwehrchance für den Keeper. In der 20. Minute fehlten wieder zur Zentimeter (ca. 40-50 allerdings). Maurice lang auf Jamy, der erlängert, Kenan bekommt den Fuß an den Ball, aber der trudelt links am Tor vorbei.

Im Rausch des Angriffsspiels vergaß die Eintracht nun immer wieder einmal, sich nach hinten rechtzeitig sauber aufzustellen. Das führte dazu, dass der JFC einige Male durch die schlecht sortierte Defensive zu Chancen kam. Aber auch Mahlsdorf war weiterhin gefährlich. Jamy bugsierte am langen Pfosten nach einer Ecke das Leder mit irgendeinem Körperteil auf den Kasten, der Torwart lenkte den Ball gerade noch über die Latte (30.). Einwurf Maurice von rechts in den Strafraum, Till bekommt den Kopf am Fünfer an das Spielgerät, kann ihm aber keine entscheidende Richtungsänderung mehr geben, und am langen Pfosten hatte sich kein Eintrachtler platziert (34.). In den Schlussminuten mussten wir dann zwei ganz kritische Situationen überstehen. Komplett unnötiger Ballverlust von Hung, der in einer gefährlichen Situation, wo wir noch aufgerückt waren, das Dribbling sucht. Der JFC geht links durch, zwei gegen zwei, Maurice muss rausrücken. Gute Hereingabe, aber Jeremy klärt mit der Fußspitze zur Ecke. Die fliegt in den Strafraum und wird Richtung Tor gelenkt, aber Amin konnte den Ball ganz in Ruhe am Pfosten vorbeilaufen lassen. Noch gefährlicher Sekunden vor dem Pausenpfiff. Unser Angriff wird abgefangen, Rückwärtsbewegung vergessen, Dat steht links tief, während der Rest der Abwehrreihe rausrückt. Da von der Mittelfeldreihe weit und breit nichts zu sehen ist, kann der Ball zu einem JFC-Angreifer durchgesteckt werden. Amin macht den Winkel gut zu, Dat eilt in die Gefahrenzone und blockt und klärt den Ball. Das hätte leicht ins Auge gehen können.

Daher kam in der Halbzeitpause die dringliche Erinnerung, dass die äußeren Mittelfeldspieler defensiv mitmachen und einrücken müssen – und zwar sofort nach Ballverlust. Das klappte nach dem Seitenwechsel zunächst besser, wurde am Ende dann angesichts der Hektik nach dem Ausgleich und der davonrinnenden Zeit allerdings wieder vergessen. Außerdem sollte mit der Wiederhereinnahme von Tom das Zentrum defensiv wieder gestärkt werden, was zunächst auch klappte. In der 44. Minute spielte die Eintracht den Ball von rechts vor der Abwehr der Gastgeber quer ein. Der Ball wurde auf Cedric auf halblinks gelegt, dem das Leder zwar versprang. Es landete vor Jamys Füßen, der sofort abzog – knapp vorbei. Ab der 50. Minute hatte die Eintracht Chancen fast im Minutentakt, was auch daran lag, dass sich der JFC selbst dezimierte. Es war wohl ein “Hurensohn”, das den Schiedsrichter dazu bewegte, rot zu zücken. Amin fing einen direkten Freistoß sicher ab, Abwurf auf Hung, weitergeleitet auf Kenan, Hereingabe auf den langen Pfosten, wo Cedric vor dem Keeper an den Ball kommt und ihn per Kopf in Richtung Jamy ablegt. Allerdings ist ein Abwehrspieler ebensoschnell am Ball, der Pressschlag bewegt sich zwar in Richtung Tor, aber wird heruasgeschlagen. Tom kommt an den Ball und zieht sofort ab, trifft aber leider Jamy, der sich nicht schnell genug aus der Flugbahn herausbewegen kann (55.). Wieder Tom ist es, der nach einer zu kurz abgewehrten Ecke einen tollen Flachschuss ablässt, der jedoch das Tor links verfehlt (56.). Dann ein Geistesblitz der Eintracht. Freistoß im Mittelfeld, der JFC diskutiert noch, der BSV führt schnell aus. Kenan dringt in den Strafraum ein und wird beim Schuss klar am Bein getroffen. Für den Schiedsrichter war das wohl zu schnell, so dass er das Foul nicht gesehen hat (57.). Dann spielt Jamy per Hacke auf den gerade wieder eingewechselten Tim, kurz vorgelegt, schöne Flanke von links, doch Kenans Kopfball ist zu och angesetzt; Abstoß abgefangen, Jamy wird der Ball in den Lauf gelegt, er ist eigentlich frei durch und hätte sogar noch weiterlaufen können, entschließt sich aber, abzuziehen – ebenfalls drüber (59.). Wieder knapp 90 Sekunden später spielt sich die Eintracht schön rechts durch, Kenan legt Hung in den Lauf, dessen Flanke Jamy in der Mitte findet, doch Jamy kommt nicht mit dem Kopf über den Ball, sondern setzt das Leder in Rückenlage über die Latte.

Jetzt ließ der Angriffswirbel der Eintracht etwas nach. Hinten brachten wir durch Unsicherheiten im Aufbau den Gegner ins Spiel. Statt den Todesstoß zu setzen wurde der JFC motiviert. Allen voran Amin, der sich heute einige Schnitzer am Ball leistete. In der 66. Minute spielte er einem Gegner vor ihm den Ball in die Füße, rettete dann aber mit dem Fuß hervorragend ins Seitenaus. Das Spiel wurde ausgeglichener, von der Überzahl der Eintracht war nicht mehr so viel zu sehen. Überdies wurde nun nach unseren Angriffen nicht sofort wieder die Grundformation gesucht, teilweise fanden sich Hung und Dat vorne, Cedric rückte nicht konsequent ein, und wir spielten immer wieder schlechte Pässe oder versäumten es, Bälle zu klären. So leistete sich Jeremy zwie Kerzen, statt sicher zu klären, Dat unterlief mehrfach Bälle auf den linken Flügel, und Amin erlaubte sich auch noch einen weiteren Fauxpas, der zum Glück folgenlos blieb. Mit Shadi und Philippe wollte der Trainer die Defensive stabilisieren, aber beide waren kaum drin, da fiel der Ausgleich. Ballverlust links im Aufbau, Tom ommt etwas zu spät und zieht zurück, um seinen Gegner nicht umzuhauen. Hung war schon auf dem Weg nach vorne, Maurice stand unglücklich – und so steckte der JFC-Spieler den Ball durch und der Angreifer setzten den Ball am herauseilenden Amin vorbei in die Maschen.

Die wütenden Angriffe der Eintracht wurden jetzt durch den Schiedsrichter unterbunden. Jamy setzte sich mit relativ hohem Bein ein, aber der Schiedsrichter ließ das laufen. Als Jamy dann in die Beide getreten wurde, pfiff er allerdings auch nicht. Unverständlich. Eine Minute später zählte Maurices lupenreines Kopfballtor nach einer Ecke nicht (77.), dann wurde Tim im Strafraum abgegrätscht, ohne dass ein Pfiff ertönte, und schließlich wurde Jamy, der mit beiden Beinen auf der Mittellinie stand, nach einem tollen Pass von Kenan zurückgepfiffen. Vielleicht war ja die Nase im Abseits…

Schade, dass der Unparteiische in der Schlussphase – vielleicht hatte er wegen der roten Karte ein schlechtes Gewissen und wollte diese wieder ausgleichen – alles andere als unparteiisch war. Aber die Punktverluste haben wir uns letztlich ganz alleine zuzuschreiben, denn wer diese Chancen nicht nutzt und sich mit elf gegen zehn so düpieren lässt, der verliert dann nun mal – alte Fußballweisheit, die sich hin und wieder bewahrheitet – die Punkte. aber egal, abhaken: diese Punkte holen wir uns kommenden Sonntag wieder. 9.00 Uhr Anstoß, da bleibt danach noch genug Zeit für Kirche, Moschee, Frühstück oder  Sonntagsbraten… Zudem hat Preußen auch nur 1:1 in Neukölln gespielt!

Aufstellung: Amin – Dat, Philippe (23.Jeremy, 72.Philippe), Maurice, Hung – Tom (23.Philipp, 41.Tom), Till – Tim (28.Cedric, 56.Tim), Kenan, Shadrack (56.Cedric, 72.Shadrack) – Jamy; Tore: 1:0 (17.) Kenan, 1:1 (74.); Gelbe Karten: Kenan, Maurice, Till, Dat; Zeitstrafe: Kenan (80.); nicht eingesetzt: Marc

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