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B1 – Teamwork macht Spaß

10.11.19: Eintracht Mahlsdorf B1 – SG Borsigwalde B1 ….. 2:1 (0:1)

Mahlsdorf dreht mit Topleistung ein Spiel, wo viel gegen uns lief.

Am Ende fühlten sich die Trainer und Betreuer von Borsigwalde betrogen, aber das war eine sehr einseitige Sichtweise. Dass das Verhalten der Erwachsenen dafür verantwortlich war, dass die Spieler der SG – von einigen lobenswerten Ausnahmen abgesehen – den Sportsgeist vermissen ließen und einer von ihnen vermutlich einige Wochen von draußen zusehen darf, sei hier erwähnt, ist aber eine Angelegenheit, die letztlich nur den Gastverein etwas angeht.Die Anfangsphase des Spiels lief sehr ärgerlich für die Eintracht. Niko setzte sich am rechten Flügel erstklassig durch und brachte den Ball scharf in die Mitte, aber Cedric verpasste es, aus kürzester Distanz einzunetzen. Drei Minuten später spielte der Rechtsverteidiger der Gäste einen Ball lang in die Spitze, Jeremy konnte sich nicht entscheiden, ob er zum Ball gehen oder diesen ablaufen sollte – und schon war es passiert. Der herauseilende Amin lenkte den Ball nach oben ab, aber die Murmel tropfte am Fünfer wieder herunter und der durchlaufende Angreifer der Gäste war vor Maurice zur Stelle, der zum Glück die Ruhe bewahrte und ihn nicht umnietete. So lag die Eintracht zwar hinten, aber war noch in voller Manneskraft auf dem Platz vertreten – was sich auszahlen sollte. So wie Maurice in dieser Situation die Ruhe bewahrte, schafften es die Jungs über die gesamten 80 Minuten, trotz weiterer Rückschläge, cool zu bleiben und das Spiel so letztlich zu drehen.

In der 17. Minute wurde ein Freistoß von Kenan von der rechten Seite zu kurz abgewehrt, im Getümmel traf aber trotz des komplett frei zugänglichen Geschosses niemand den Ball, bis dann Borsigwalde doch klären konnte. Zehn Minuten später hatte Amin mit einem Freistoß der Gäste Probleme, ließ den eigentlich harmlosen Ball nach vorne abklatschen, klärte dann aber mit einer überagenden Fußabwehr die Situation. Das 0:2 wäre sicher ein Todesstoß gewesen. So blieb die Eintracht im Rennen, ohne wirklich eine drückende Last auf die Defensive auszuüben. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zog Felix ab, der Ball wurde geblockt – ohne Videobeweis sprach einiges für ein Handspiel, aber es ging sehr schnell. Der Abpraller landete bei Jamy, der mit links abzog, das Tor jedoch um einen halben Meter verfehlte. Der Pfiff des Schiedsrichters blieb aus, und kam dann wenige Sekunden später in langgezogener Form zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel versuchte es die Eintracht mit unveränderter Formation und gesteigertem Mut, da es in den 15 Minuten vor der Pause auch schon weitestgehend in eine Richtung gegangen war. Jamys Kopfball auf spitzem Winkel nach etwas zu weit gezogenem Freistoß von Niko war eine sichere Beute des Torhüters. Wenig später fing Tom einen Pass ab, setzte Jamy ein, der auf Kenan weiterleitete. Seinen Abschluss wehrte der starke Gästekeeper zur Ecke ab. Weitere zwei Minuten später stand zunächst wieder Jamy im Mittelpunkt. Er wurde links im Strafraum angespielt, drehte sich nahe der Torlinie um seinen Gegenspieler und wurde bei der Hereingabe behindert. Der Schiedsrichter pfiff und zeigte in Richtung Tor bzw. Elfmeterpunkt. Es war nicht ganz klar, was die Entscheidung sein sollte. Abstoß oder Strafstoß. Zu unserer Freude stellte sich nach einigen Sekunden heraus, dass es Letzteres war. Berechtigt oder nicht mag dahingestellt sein. Maurice trat mit der Rückendeckung mehrerer verwandelter Elfmeter an, aber der Schuss ins linke Eck wurde vom Keeper an de Pfosten gelenkt. Nächster Pfiff des souveränen Schiris: zu früh bewegt – war zweifellos so, wird aber normalerweise, obwohl regelkonform, nicht gepfiffen! Diesmal aber schon. Es brachte der Eintracht nur leider nicht viel, denn Maurice trat erneut an und der Keeper ahnte wieder die Ecke und hielt den Ball. Eigentlich – gerade für uns – ein absoluter Grund, um zusammenzubrechen.Aber nein: Das Treffen der Jungs am Samstag abend scheint lehr- und erfolgreich gewesen zu sein. Statt aufstecken hieß es nun: Jetzt erst recht!

Der schnelle Ausgleich nach einem misslungenen Schussversuch von Niko, der zufällig Kenan in zentraler Position fand, war natürlich sehr hilfreich. Borsigwalde reklamierte Abseits, aber der Schiedsrichter zeigte sehr deutlich auf einen Abwehrspieler, der noch näher zur eigenen Torlinie gestanden haben soll als Kenan. Das zu beurteilen, ist nahezu unmöglich, aber nach Kenans souveräner Vollstreckung hatte sich Borsigwaldes Bank auf den Schiedsrichter eingeschossen. Dass damit das eigene Spiel komplett zerstört wurde – und eben die eigenen Spieler zu dem letztlich mit rot bestraften Verhalten animiert wurden – war ein für Mahlsdorf angenehmer Nebeneffekt. Es blieben mehr als zwanzig Minuten Spielzeit, und das Momentum hatte sich binnen fünf Minuten nach dem doppelt vergebenen Elfmeter komplett gedreht. Die Eintracht war nun am Drücker, Borsigwalde schwankte – und Borsigwalde fiel!. Till fing einen schlechten Pass Mitte der gegnerischen Hälfte ab. Kurzer Pass auf Hung, Hereingabe auf Kenan – und jetzt passierte etwas nahezu Unglaubliches. Statt den Alleingang zu suchen und sich in den Gegenspieler zu drehen, legte Kenan nach kurzer Kontrolle spitzenmäßig zurück auf Niko, der aus 19 Metern den Ball mit der Innenseite flach aufs lange Eck schlenzte. Den verdeckten und genau platzierten Abschluss berührte der Torwart der Gäste zwar noch, aber er konnte das Leder nicht mehr entscheidend abfälschen, das über den Innenpfosten im Netz einschlug. Hammertor!

Borsigwalde tat sich schwer, ins Spiel zurück zu finden. Es blieb bei einem Weitschuss aus 20 Metern, den Amin problemlos entschärfen konnte (70.). Ein Leichtsinnsfehler von Dat wurde von Maurice sauber bereingt. Die Eintracht brachte den Vorsprung somit sicher nach Hause. In der vierminütigen Nachspielzeit holte sich die Nr. 15 der Gäste nach einer Tätlichkeit erst gegen den sauber abgrätschenden Till und im Anschluss gegen den Schiedsrichter noch die absolut berechtigte rote Karte ab. In dieser Phase konnten die Borsigwalder Betreuer ihre Spieler, die sie selbst durch ihr vorheriges Verhalten aufgewiegelt hatten, dann auch nicht mehr beruhigen. Dass Borsigwalde nach der Partie den Sportgruß verweigerte, sei nur nebenbei erwähnt. Drei, vier Spieler der Gäste setzten sich aber über die Anweisung des Trainerteams hinweg und verabschiedeten sich angemessen per Handschlag – alle Achtung!

Für die Eintracht gilt: Es war nicht alles Gold, was geglänzt hat – vielleicht hat auch nicht viel geglänzt -, aber es war ein Riesenfortschritt. So muss es laufen: Positiv unterstützen, auch mal ein Gemecker links rein und rechts rauslaufen lassen, das dann auch bei nächster Gelegenheit revidiert wird. Mit einer negativen Tordifferenz – dank (!) der diversen Einbrüche nach kleinen Rückschägen in Form von Rückständen – stehen wir aktuell durch den gewonnenen direkten Vergleich gegen die SGB auf dem (angesichts der komplizierten Regelung mit vielen voraussichtlich nicht aufstiegsberechtigten Teams) Relegationsplatz. Jetzt folgen drei Spiele gegen Mannschaften, die in der Tabelle weiter hinten stehen, aber echte Gegner sind – angefangen mit dem Auswärtsspiel beim FV Wannsee zu unchristlicher (und auch für sonstige Religionen erheblich zu früher) Anstoßzeit am Samstag um 10 Uhr, bevor das Nachholspiel beim BFC Preußen II auf dem Programm steht. Ziel muss daher sein, zu punkten und die aktuelle Position zu festigen.

Bei unserer geschlossenen Mannschaftsleistung an diesem Wochenende jemanden hervorzuheben, mag unangebracht sein, aber nach der Kritik, die Niko in den letzten Wochen über sich ergehen lassen musste/durfte (gebettelt wäre nicht einmal zu viel), muss seine ganz starke Leistung nach vorne, aber auch in der Rückwärtsbewegung, positiv erwähnt werden. Dat spielte, von den üblichen Schnitzern in Situationen, wo er den Gegner ablaufen und rückwärts spielen muss, eine starke Partie. Tom war stets zur Stelle, obwohl der Tacken Einsatzfreude in der Rückwärtsbewegung Dich noch besser machen würde, Tom! Aber stark bewiesen, dass Du nicht auf der Bank sitzen solltest wie zunächst in der Vorwoche. Abschließend: Maurice ist seit mehreren Wochen einfach stark und souveräner Abwehrschef: Scheiß auf den/die Elfmeter, beim nächsten Mal sitzt der Schuss vom Strafstoßpunkt wieder.

Aufstellung: Amin – Tim (60.Dat), Maurice, Jeremy, Dat (60.Hung) – Cedric (30.Felix), Kenan (41.Till), Tom, Shadi (30.Niko) – Niko (30.Till, 41.Kenan) – Jamy; Tore: 0:1 (9.), 1:1 (58.) Kenan, 1:2 (65.) Niko; Gelbe Karten: Tim (24.), Kenan (40.), Felix (75.); nicht eingesetzt: Paul G., Paul M., Dennis, Sergiu

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